Sonntag, 15. Februar 2015

Monatsbericht zum 15.02.2015 - wikifolio nirvana golden nuggets

Mein Zertifikat wikifolio nirvana golden nuggets konnte im vergangenen Monat knapp 3% zulegen. Gleichwohl waren die letzten beiden Wochen nicht sehr erfolgreich, da der Goldpreis deutlich auf unter 1.230 korrigierte.  Gerade die Hebelprodukte auf den steigenden Goldpreis verursachten die Schwäche. Es wurden 26 Transaktionen durchgeführt. Insgesamt ist die Kasseposition auf 0 gesunken. Die Rahmenbedingungen für das goldene Edelmetall bleiben weiterhin sehr attraktiv. Der Goldpreis ist meiner Sicht in einer sehr weit fortgeschrittenen Bodenbildung und sollte in den kommenden Wochen deutlich an Wert gewinnen.

Im Wochenverlauf wurde die Nachfrage in Q4 durch das World Gold Council veröffentlicht. Demnach kaufen Notenbanken – allen voran Russland, Kasachstan und der Irak – Gold. Die Schmuckindustrie ist besonders stark in Indien – wo der Wegfall der Strafzölle die Nachfrage nach Gold positiv beeinflusst – und in den Vereinigten Staaten. Dagegen enttäuschte China, wo das Edelmetall eigentlich noch auf eine strukturelle Nachfrage stoßen sollte. Interessant war das Statement zum Recylcingmarkt, dieser ist aufgrund des niedrigen Goldpreises gesunken. Die Lücke wurde von einer steigenden Produktion kompensiert.

Zitat aus Reuters: „Die schwachen US-Einzelhandelszahlen unterstützen weiterhin den Goldpreis. Vom tiefsten Stand seit vier Wochen hat er sich mittlerweile spürbar erholt. Angst vor Inflation ist derzeit absolut kein Thema. So wurde am gestrigen Donnerstag für Januar eine von minus 0,3 Prozent auf minus 0,4 Prozent revidierte deutsche Teuerungsrate gemeldet. Maßgeblich verantwortlich waren hierfür vor allem die auf Jahressicht um 31 Prozent niedrigeren Energiepreise und die um 15 Prozent gesunkenen Spritpreise. In Kürze erfahren die Investoren, wie sich im vierten Quartal das Wirtschaftswachstum in Frankreich, Deutschland, Italien und der Eurozone entwickelt hat. Laut einer vom Wall Street Journal veröffentlichten Umfrage unter Analysten reichen die Prognosen von minus 0,5 Prozent p.a. (Italien) bis plus 1,1 Prozent p.a. (Deutschland).

Von der Politik sind vor allem Griechenland – und damit die Frage nach der Euro-Währung – und die Friedensverhandlungen um die Ukraine.  Griechenland sollte den Markt mit Nachrichten weiterhin fluten. Griechenland ist wichtig vom Signal wegen, da noch einige Wahlen anstehen (Spanien, England). Gesamtwirtschaftlich dürften die Folgen überschaubar sein. Der Ukraine Konflikt wird wohl weiter Bestand haben und der Effekt auf den Goldpreis ist offen.

Ebenfalls interessant ist es, dass der Goldpreis auf steigende Zinsen negativ wirkt, vor allem da die Lagerkosten oder Zinskosten steigen. Aktuell weisen aber immer mehr Länder negative Einlagenzinsen –also das Gegenteil - aus, dies wird allerdings in den Medien derzeit nicht erwähnt. Sowohl Dänemark als auch Schweden haben negative Einlagenzinsen.

Bei den Unternehmensnachrichten war vor allem das schwächere Ergebnis von Kinross zu erwähnen. Diesen zufolge gelang es dem Unternehmen, seine Produktion gegenüber den jeweiligen Vorjahreszeiträumen zu erhöhen. Gleichzeitig fiel der Umsatz infolge niedrigerer Verkäufe allerdings geringer aus. Für 2015 visiert Kinross derzeit eine Goldproduktion von 2,4 bis 2,6 Mio. Unzen Goldäquivalent zu Produktionskosten von 720 bis 780 USD je Unze und All-In-Sustaining-Kosten von 1.00 bis 1.100 USD je Unze an. Die gesamten eingeplanten Kapitalaufwendungen werden mit 725 Mio. USD beziffert. Das Unternehmen hat im Rahmen seines Jahresberichtes zudem einen aktuellen Stand seiner Mineralreserven und -ressourcen mitgeteilt. Aktuell verfügt Kinross den Angaben zufolge über nachgewiesene und wahrscheinliche Ressourcen von 34,4 Mio. Unzen Gold, 44,0 Mio. Unzen Silber und 1,4 Mrd. Pfund Kupfer.

 Zu Newcrest war folgendes bei Goldseiten.net zu lesen: „Während der drei Monate bis Ende 2014 produzierte das Unternehmen dem Bericht zufolge insgesamt 577.110 Unzen Gold, womit der Goldausstoß in der ersten Hälfte des aktuellen Finanzjahres 1.138.841 Unzen erreichte. Die Silberproduktion belief sich in diesen beiden Zeiträumen auf 586.937 resp. 1.142.668 Unzen, die Kupferproduktion auf 25.508 resp. 50.339 Tonnen. Da die beiden Minen Cadia und Telfer die Erwartungen des Unternehmens übertrafen, hat Newcrest seine Produktionsvorgabe für das Geschäftsjahr per 30. Juni 2015 nach oben korrigiert. Statt der bisherigen 2,2 bis 2,4 Mio. Unzen Gold rechnet die Minengesellschaft nun mit einem Goldausstoß von 2,3 bis 2,5 Mio. Unzen. Die Planung bezüglich der Kupferproduktion wurde von 75.000 bis 85.000 Tonnen auf 90.000 bis 100.000 Tonnen angehoben, während der anvisierte Silberausstoß mit 2,2 bis 2,5 Mio. Unzen unverändert bleibt. Im Zeitraum von Oktober bis Dezember beliefen sich die Cashkosten nach Beiproduktgutschriften im Schnitt auf 796 AUD bzw. 683 USD je Unze Gold, was für das erste Halbjahr Cashkosten von 757 AUD bzw. 676 USD je Unze Gold bedeutet. Die All-In-Sustaining-Kosten erreichten während der drei bzw. sechs Monate im Schnitt 963 AUD (826 USD) resp. 917 AUD (819 USD) je Unze Gold.“.

In den kommenden Wochen wird die expansive Geldpolitik der EZB den Währungskrieg weiter befeuern. Dies sollte wiederum gut sein für Gold. Daher werden die Aussichten der Portfolios positiv eingeschätzt. Vor allem über Hebelprodukte will ich vom Markt profitieren. Insgesamt werden vermehrt Goldminen aus anderen Regionen als Nordamerika gesucht. Da diese stärker auf der Kostenseite (wegen Währung und Treibstoff) überraschen werden. In diesem Zusammenhang sind Newcrest, Gold Fields und AngloGold zu nennen.

Die Aussichten für das Zertifikat werden positiv eingeschätzt. Die Struktur Goldminen, Hebelprodukte und Kasse soll beibehalten werden.   


nirvana golden nuggets Chart

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