Donnerstag, 22. Oktober 2015

Gutes Ergebnis von Union Pacific - Bestandteil vom wikifolio nirvana absolute return


Die Q3-Zahlen von Union Pacific lagen deutlich über den Markterwartungen. Das Unternehmen konnte 1,50 USD EPS erzielen (-2% yoy) was über der Markterwartung von 1,43 USD lag.

Das Umfeld lässt sich wie folgt beschreiben: einer schlechteren Volumenentwicklung (-6,5%) und niedrigen Treibstoffzuschlägen (-6%) stand ein positiver Kernpreiseffekt (+3,5%) gegenüber. Damit ist vor allem das positive Pricing (bei Volumenrückgang) mit 3-4% in den letzten sieben Quartalen hervorzuheben. Unter den transportierten Gütern stach lediglich der Bereich Autos mit einem Zuwachs von 5%  im Quartal hervor. 


                                                               Quelle: www.up.com


Der Volumenausblick für Q4 bleibt eher verhalten: Autos bleiben positiv so wie einige chemische Kernmärkte, einige Baustoffe und die Conversion von Straße zu Schiene.

Hervorzuheben war das besonders starke Operating Ratio von 60,3%, was einen neuen Unternehmensrekord darstellt. Bis 2019 will die Gesellschaft auch auf Jahresbasis diesen Wert erreichen, was implizit einer EBIT-Marge von 40% gleichkommt. Seit Jahresanfang hat die Gesellschaft entweder über Aktienrückkäufe oder Dividende rund 4,3 Mrd. USD dem Aktionär zurückgegeben (+22% yoy).

Insgesamt ein sehr gutes Ergebnis. US-Eisenbahnen werden weiter signifikanter Bestandteil des Portfolios sein.

  

Sonntag, 18. Oktober 2015

Monatsbericht zum 18.10.2015 - wikifolio nirvana golden nuggets

Mein Zertifikat wikifolio nirvana golden nuggets hat im vergangenen Monat eine sehr gute Entwicklung von rund 20% plus aufgewiesen. Gleichwohl ist es noch ein langer Weg bis die High Watermark wieder erreicht ist. Es wurde 24 Transaktionen durchgeführt, wovon lediglich zwei Käufe waren, der Rest stand auf der Verkaufsseite. In die Goldmarktstärke wurde der Investitionsgrad dementsprechend vor allem am gestrigen Tag massiv heruntergefahren. Dieser liegt nun bei 48%. Allerdings ist dies vor allem vor dem Hintergrund zu sehen, dass mit der anstehenden Korrektur die Positionen wieder in Gänze aufgebaut werden. Sowohl der Goldchart als auch die der Goldminenaktien sind überkauft. 

Der Goldpreis liegt aktuell auf der wichtigen 200 Tage Linie auf. Sehr oft wird ein Überschreiten als Kaufsignal gewertet bzw. als Beginn eines neuen Trends. Ich gehe davon aus dass diese Linie in den nächsten Tagen genommen wird und Gold wie schon in den Vorjahren die nächste Monate stärker sein wird. Betrachtet man die einzelnen Werte und schaut ob diese unter oder über der 200 Tage-Linie handeln, fällt auf, dass die nicht nordamerikanischen Unternehmen, wie DRD Gold, Anglogold, Newcrest die 200 Tage Linie überschritten haben. Dies gilt ebenfalls für die kanadische Agnico Eagle. Dem stehen die Unternehmen mit Nachholpotenzial gegenüber wie Silver Wheaton, Newmont, Goldcorp, Barrick und Gold Fields. Wie hier die zukünftige Strategie sein wird, wird im Rahmen der möglichen Korrektur neu bewertet.

Zu Charttechnik schreibt die britische Großbank HSBC folgendes: „Nach einer langen Phase mit tendenziell rückläufigen Notierungen hat sich der Goldpreis-Future seit dem Mehrjahrestief vom Juli (1.077 USD) allmählich wieder nach vorne gekämpft. Anfang Oktober konnte dabei der Baissetrend vom Jahresanfang (akt. bei 1.136 USD) überwunden werden. In dieser Woche gelang dann nicht nur der Sprung über die 200-Tages-Glättunglinie (akt. bei 1.176 USD), sondern auch ein erster Angriff auf die Kombination aus den Tiefpunkten des Jahres 2013 (1.181/85 USD) und dem seit Oktober 2012 bestehenden Abwärtstrend (akt. bei 1.180 USD). Gelingt es, diese Hürden aus dem Weg zu räumen, bildet das Verlaufshoch vom Mai (1.232 USD) eine erste Anlaufmarke. Nach einer erfolgreichen Weichenstellung dürfte dies aber nur eine Zwischenstation in Richtung des bisherigen Jahreshochs vom Januar (1.306 USD) sein. Die technischen Indikatoren zeigen sich freundlich, der Stochastik nähert sich indes dem überkauften Bereich an. Scheitert der Ausbruch, bietet die Kombination aus der angeführten Glättungslinie und dem Hoch vom 21. August (1.168 USD) einen ersten Haltebereich. Wahrscheinlicher ist dann aber ein Wiedersehen mit den Tiefs vom März 2015 und November 2014 bei 1.143/38 USD.“

Schaut man sich fundamentalen Trends an sind neben der Nachfrage aus den Schwellenländern vor allem zwei Faktoren zu nennen: Währungen und Zinsen. Gold handelt in vielen Währungen bereits wieder auf Rekordniveau. in diesem Zusammenhang sind folgende Währungen zu nennen: die türkische Lira, der brasilianische Real und der südafrikanische Rand. Aber auch in den Industriewährungen wie AUD und CAD sind die Rekordniveaus nicht weit vom aktuellen Niveau entfernt. Dies geht einher mit dem globalen Abwertungsdruck vieler Währungen. Einerseits wollen einige Regierungen eine schwächere Währung, andererseits gibt es einige Schwellenländer, deren wirtschaftliche Probleme so groß sind, dass es zu einem Kapitalabfluss kommt.
Dies wiederum hatte die FED dazu bewogen die Zinsen weder im September noch im Oktober zu senken. Meine Arbeitshypothese ist ferner, dass in diesem Jahr keine US-Zinserhöhung kommt, so dass dies eigentlich gut sein sollte für den Goldpreis.

Goldinvest.de schreibt vor allem über die letzten Börsenwoche wie folgt: „Nachdem der Goldpreis diese Woche einen deutlichen Aufschwung erlebt hat, ziehen auch die Aktien der Produzenten an. Einige von ihnen können auf Monatssicht bereits ein Kursplus von 20 bis 30% vorweisen.

Der nach Ausstoß größte Goldkonzern der Welt Barrick Gold (WKN 870450) beispielsweise schoss gestern um 9,5% nach oben, wobei 31 Mio. Aktien den Besitzer wechselten – 10 Mio. mehr als im Durchschnitt. Barrick war damit das meistgehandelte Papier an der NYSE, zog mehr Kaufinteresse auf sich als z.B. Twitter . Die Barrick-Aktie war am 23. September auf den tiefsten Stand seit 1989 gefallen, doch hat sie sich von diesem Tief bereits wieder um 38% entfernt. Damit weist der Konzern an der Börse in New York nun wieder eine Marktkapitalisierung von 8,7 Mrd. USD auf. Der kanadische Konzern arbeitet aggressiv daran seine Kosten zu senken und den immensen Schuldenberg abzutragen. Die Produktion soll dieses Jahr auf 6,1 bis 6,4 Mio. Unzen Gold zurückgehen, unter anderem da Barrick bereits mehrere Minen abgestoßen hat.

Das wertvollste Goldunternehmen der Welt Goldcorp kletterte um knapp 10% nach oben, sodass die Marktkapitalisierung des Konzerns nun bei 11,7 Mrd. USD liegt. Mehr als 11 Mio. Aktien wurden gestern gehandelt. Goldcorp hat sich bereits um 25% vom Tief des laufenden Jahres entfernt. Ohnehin fällt der Kursrückgang im bisherigen Jahresverlauf in New York mit 16% im Vergleich relativ gering aus. Auf Grund des schwachen kanadischen Dollars liegt das Minus in Toronto sogar nur um einstelligen Prozentbereit. Nach einem hervorragenden zweiten Quartal sagt Goldcorp für 2015 einen Produktionsanstieg von 20% voraus - ans obere Ende der Prognosespanne von 3,3 bis 3,6 Mio. Unzen Gold.

Der nach Produktion zweitgrößte Goldkonzern der Welt Newmont Mining konnte am gestrigen Mittwoch um 6% zulegen. Das in den USA ansässige Unternehmen, die einzige Goldgesellschaft, die Teil des S&P500 ist, erlebt bislang ein gutes Jahr 2015, gehört zu den wenigen Firmen, die im Jahresverlauf einen Kursanstieg vorweisen können. Während die Konkurrenz Minen abstößt, hat Newmont mit dem Kauf der Goldmine Cripple Creek & Victor für 820 Mio. Dollar in bar sein Portfolio ausgebaut.

Auch die Aktien der kanadischen Agnico Eagle Mines verbuchten gestern deutliche Gewinne, konnten um fast 7% nach oben klettern. Damit liegt die Marktkapitalisierung des Konzerns bei 8,5 Mrd. CAD in Toronto und 6,1 Mrd. USD in New York. Die Agnico-Aktie ist eine große Ausnahme unter den Goldaktien: Sie hat 2015 in New York bislang fast 21% Gewinn verbucht und in Toronto sogar 35%. Das Unternehmen nutzt dabei aus, dass seine Minen in Kanada, Finnland und Mexiko liegen, was angesichts der dort gegenüber dem US-Dollar schwachen Währungen von großem Vorteil ist. Agnico fährt derzeit die Produktion auf der Meadowbank-Mine sowie der Canadian Malartic-Mine (50% Agnico) hoch, sodass man davon ausgeht, 2015 einen Ausstoß von 1,6 Mio. Unzen Gold erreichen zu können.

Auch die australische Newcrest Mining gehörte mit einem Kursplus von 7,3% zu den Gewinnern. Der Börsenwert des Unternehmens liegt nun bei 8 Mrd. Dollar. Im Fiskaljahr bis Ende Juni erzielte Newcrest einen Goldausstoß von 2,4 Mio. Unzen. Damit lag das Unternehmen an sechster Stelle weltweit.“

Zunehmend sind wir auch am Thema Platin bzw. Palladium dran, was wir als interessante Beimischung zu Gold und Silber sehen würden, bisher aber noch keinen einstieg realisieren konnten. Ein interessantes Unternehmen in diesem Zusammenhang wäre Sibanye, der größte Goldförderer in Südarfika (ca. 1,1 Moz). Das Unternehmen hat in den letzten Monaten sein Platinexposure von 0 auf einige hunderttausende Platin Unzen ausgeweitet. Erst mit der Übernahme einiger Platinminen in Rustenberg (von Angloplats) und dann mit der Übernahme von Aquarius (#4). Sibanye war bis dato nicht bei wikifolio kaufbar, dies hat sich geändert. Ich halte Sibanye für eins der besten Unternehmen in Südafrika, bei entsprechender Kursschwäche wäre dieser Wert eine signifikante Position im Zertifikat.

Insgesamt bleibt die Einschätzung für den Goldmarkt weiterhin positiv.


Sonntag, 11. Oktober 2015

Monatsbericht zum 12.10.2015 – wikifolio nirvana absolute return


Im heutigen Monatsbericht wird die Entwicklung meines wikifolio nirvana absolute return beschrieben. Mit rund 9% Plus war der Monat sehr erfolgreich. Unter den Zertifikaten „mit eigenem Geld“ notiert mein Zertifikat unter den Top Ten auf Monatssicht. Insgesamt wurden 21 Transaktionen getätigt. Sieben Käufen standen 14 Verkäufe gegenüber. Damit ist der Investitionsgrad auf 92% gesunken. Die größten Positionen im Zertifikat sind die US-Eisenbahnen mit 39%, Grundstoffe mit 24% und Goldunternehmen mit 12%. Dominante Währung bleibt weiterhin der USD.

Allerdings waren die letzten vier Wochen sehr uneinheitlich. Fielen die Kurse noch wegen der verschobenen US-Zinswende in der Mitte des Septembers, kamen Anfang Oktober die Hiobsbotschaften um Volkswagen (Dieselskandal), Glencore (Überschuldung?) und Deutsche Bank (Rekordverlust in Q3 erwartet). Mittlerweile nach verhältnismäßig schwachen US Pay-Roll Zahlen setzt sich die Meinung durch, dass wir 2015 keine Zinswende sehen werden. Vielmehr habe ich das Gefühl der Markt wartet auf ein neues QE Programm oder ein anderes Fiskalprogramm bspw. in China, um die Jahresendrallye zu starten.

In der letzten Woche stiegen die Kapitalmärkte um rund 2,5 Billionen USD, einer der höchsten Zuwächse aller Zeiten. Getrieben war diese Entwicklung vor allem von den Energie- und Grundstoffunternehmen. Aber auch andere zyklische Werte (außer Autos) und die Versorger / Telcos konnten ebenfalls kräftig zulegen. Von dieser Entwicklung konnte ich gut profitieren. Mit der anstehenden LME (Rohstoff)Woche in London könnte sich das Sentiment um Minenunternehmen weiter verbessern. Gleichzeitig freue ich mich über das Kursplus beim einzigen reinen Energietitel BG – der im nächsten Jahr in Shell aufgehen sollte.

Hervorzuheben ist an dieser Stelle vielleicht doch noch mal die Performance von Glencore. Glencore hatte bei den niedrigen Rohstoffpreisen ein Überschuldungsproblem. Durch angestrebte Unternehmensverkäufe, einem Cost Cutting und der Kapazitätsbeschränkung von Kupfer- und Zinkminen hat sich das Sentiment hier gedreht und die Aktie konnte massiv zulegen (nach dem man vorher massiv verloren hatte). Insgesamt passt die Position aufgrund fehlender Dividendenfähigkeit nicht mehr ins Portfolio, allerdings soll die bestehende Position doch eher aktiv herausgetraded werden.

Üblicherweise begann die Berichtssaison in den USA mit (wieder mal) schwachen Zahlen von Alcoa. Gleichwohl sollte die Berichtsaison eigentlich ganz gut werden. Zwar belastet die US-Unternehmen der starke USD, was ein Vorteil für die Europäer darstellt. Gleichwohl sind die Erwartung eher niedrig und die volkswirtschaftlichen Daten eher positiv. Lohnsteigerungen in einem deflationären Umfeld erhöht die Kaufkraft der Konsumenten, wie das Beispiel Ölpreise zeigt. Die Beschäftigung ist sowohl in den USA als auch in Deutschland hoch. Die Zinsen sind niedrig. Dementsprechend bleibt das Umfeld für viele (Industrie-)Länder positiv.

Mit rund 40% Gewicht stellen die US-Eisenbahnen die größte Position dar. Für die anstehende Berichtsaison erwarte ich zwar weiterhin Schwäche bei Kohle- und Öltransporten, aber umgekehrt eine sehr gute Entwicklung beim operativen Ergebnis (mit EBIT-Margen über 30%). Der gute free cash flow sollte weiterhin für Dividenden und Aktienrückkäufe verwandt werden. Da die Aktie in den letzten Monaten eher verloren hatten, kann hier ein halbwegs guter Ausblick zu einer Erholung führen. US-Eisenbahnen bleiben Kern des Zertifikats (gleichwohl mit perspektivisch einem niedrigeren Gewicht).

Die Goldposition ist aufgrund der Stärke in den vergangenen Wochen leicht reduziert worden. Allerdings werden Goldminen weiterhin als Kerninvestment gesehen, allerdings unter der Prämisse, dass der Goldpreis sich weiter erholt. Was er in den vergangenen Wochen getan hat. Expansive Geldpolitik, niedrige Zinsen und eine bessere Nachfrage nach dem goldenen Metal sprechen mittelfristig für Gold und damit für Goldwerte. Die Berichtsaison sollte eher besser aufgenommen werden.

Ziel bis Jahresende muss sein: ein Indexniveau von mindestens 125 (eigentlich eher 135-140) zu erreichen. Dies sollte aufgrund des hohen Betas im Umfeld einer Jahresendrallye auch möglich sein.

Samstag, 26. September 2015

Monatsbericht zum 26.09.2015 - wikifolio nirvana global resources



Mein Portfolio wikifolio nirvana global resources verlor in den letzten vier Wochen rund 2% an Wert. Dies ist vor allem auf die schwache Sektorperformance zurückzuführen. So sehen alle Charts nahezu ähnlich aus, alle haben kontinuierlich verloren und sind auf Niveaus, wo man von überverkauft sprechen kann. Im Zeitraum wurden zwei Transaktionen – ein Kauf in Freeport und ein Verkauf in Newcrest – durchgeführt. Der Investitionsgrad liegt bei 98%.

Wie schon im Vormonat ist vor allem die Verlangsamung des chinesischen Wachstums einhergehend mit der Abwertung des Yuan negativ für den Sektor zu nennen. Gleichwohl ist es nicht nur China, zunehmend werden die Schwellenländer kritisch gesehen. Hinzu kam in diesem Monat noch die verschobene Zinserhöhung der FED, die zwar positiv für Gold war, allerdings für den Markt weniger. Das Problem am fehlenden Signal, die Zinsen zu erhöhen, ist die Frage der Wirksamkeit von QE-Programmen, neben Gelddrucken muss die Zentralbank auch beweisen, dass der Zyklus mit einer Zinserhöhung endet. Dies kann nun im Dezember passieren oder der Markt schafft es noch eine weiteres, dann das vierte QE Programm von der Notenbank zu erpressen.

Problematisch an den Rohstoffen ist die Überkapazität bei fehlenden positiven Wachstumsimpulsen aus den Schwellenländern. Lichtblicke gab es hier keine in den letzten Wochen. Aber desto länger wenig investiert wird, um so interessanter wird die Zukunft.

Bezogen auf die einzelnen Rohstoffe: Unsere positive Meinung zu Uran ist bekannt, gleichwohl bewegt sich der Preis nicht – was gegenwärtig positiv ist -, allerdings zu einem ordentlichen Verlust bei der zweitgrößten Position Cameco führt. Was bräuchte man, um hier positiver zu werden. Die Reaktoren in Japan müssten wieder ans Netz gehen und der Ausbau in China weiter voranschreiten. Das Angebot ist derzeit limitiert, problematisch ist die Lagerreichweite. Ein Katalyst könnte die Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 sein. Wo u.a. auch über CO2 diskutiert werden wird, was in AKWs nicht entsteht.

Noch massive Verluste habe ich bei den Goldminen, obwohl Gold sich ebenfalls gut gehalten hat. Hier spielt die Angst vor schwachen Papierwährungen eine Rolle. Neben der Abwertung der meisten Währungen, spricht ein Umfeld mit geringem Wachstum und niedrigen Zinsen für den Goldpreis. Zwar ist der Goldpreis in den letzten Tagen wieder gestiegen, gleichwohl seit Jahresbeginn liegt die Performance eher um die Null. Dies liegt wiederum an den hohen Short Positionen an der Comex. Wenn man Gold auf Rekordniveau sehen will, muss man den Goldpreis in anderen Währungen bspw. türkische Lira oder südafrikanischen Rand anschauen. Rund 26% des Zertifikats sind in Gold und Silber investiert. Ziel wird es in den nächsten Wochen hier die Verluste heraus zu traden.

Während Anglo vor allem von der Schwäche bei Platin (VW und Diesel Nachrichten) belastet wird, sieht BHP aufgrund der starken Bilanz und guten Kostenstruktur wieder gut aus. Hier könnte der Boden erreicht sein, vor allem dann wenn Kupfer und Öl drehen.

Problematisch sind bei einigen Werten die Bilanzen, dies betrifft Barrick, Freeport, Anglo und Glencore. All diese Gesellschaften verkaufen derzeit Assets und müssen teilweise Kapitalerhöhungen durchführen. Merrill Lynch geht von rund 50 Mrd. USD Kapitalbedarf aus.

Die größte Position bleibt Bougainville. Hier gibt es nichts Neues, allerdings ist das Orderbuch sehr leer, so dass eine Nachricht sehr schnell zu einer deutlichen Kursreaktion führen sollte. Nachdem Rio Tinto vor etwa einem Jahr ein strategisches Review für Bougainville angekündigt hat, schaue ich derzeit auf den Bel Kol, eine Zeremonie mit der möglicherweise erste Diskussion starten, dieser sollte die nächsten Tage beginnen. Das Orderbuch ist leer und die Umsätze unbedeutend.

Die Positionierung vor allem in Gold, Kupfer und Uran bleibt weiterhin erhalten. Die Aussichten für das Zertifikat werden neutral eingeschätzt. Die Struktur sollte sich konzentrierter darstellen. 


Sonntag, 20. September 2015

Monatsbericht zum 20.09.2015 - wikifolio nirvana golden nuggets



Mein Zertifikat wikifolio nirvana golden nuggets hat im vergangenen Monat erstmals wieder eine positive Monatsperformance von fast 2% aufgewiesen. Es wurde 24 Transaktionen durchgeführt, kleineren dafür aber vielen Käufen standen 6 Verkäufe gegenüber. Vor allem Freeport wurde in die Stärke verkauft und dann fand ebenfalls ein Shift von südafrikanischen Minen zu kanadischen Minen statt. Der Investitionsgrad ist auf fast 100% gestiegen. Der Goldpreis tendierte zu Stärke vor allem um die – dann doch ausgebliebene – Zinsentscheidung der FED.

Die Woche war vor allem von der Entscheidung der FED geprägt die Zinsen nicht anzuheben. Dabei wurde die Entscheidung vor allem von der Unsicherheit an den Kapitalmärkten und dem schwachen Wirtschaftswachstum begründet. Es wurden vor allem die Schwellenländer, allen voran China im Pressebericht hervorgehoben. Auch die fehlende Inflation macht den Währungshütern Angst den Zinszyklus nach einer Dekade mit einem Anstieg zu starten.

Gleichwohl bedarf es einer Zinserhöhung aus meiner Sicht um dem Kapitalmarkt ein Signal zu geben, dass die QE-Programme erfolgreich waren. So dass die Zinsentscheidung schon als Schwäche zu werten ist. Gefährlich wird diese Schwäche wenn sie in eine weitere Währungsabwertung mündet. Was an dieser Stelle nicht auszuschließen ist.

All diese Faktoren sprechen wiederum für Gold. Ein Umfeld mit geringem Wachstum, niedrigen Zinsen, tendenziell schwächeren Währungen sollte förderlich für den Goldpreis sein. Zwar ist der Goldpreis in den letzten Tagen wieder gestiegen, gleichwohl seit Jahresbeginn liegt die Performance bei -4%. Dies liegt wiederum an den hohen Short Positionen an der Comex. Wenn man Gold auf Rekordniveau sehen will, muss man den Goldpreis in anderen Währungen bspw. türkische Lira oder südafrikanischen Rand anschauen.

Die größten Positionen im Zertifikat sind Silver Wheaton (20%), Barrick Gold (15%) und Goldcorp (12%). Alle Werte handeln auf niedrigem Niveau und haben in den letzten Monaten eher durch negative Nachrichten aufwarten können. Einige Worte zu den größten Positionen. Nachdem diese deutlich schwächer als die Südafrikaner gelaufen waren wurde das Ländergewicht getauscht.

Silver Wheaton ist Royalty Company, hier werden sogenannte Nebenprodukt Streams gesammelt und im Gegenzug gibt man eine Finanzierung. Damit wird SLW in den kommenden Jahren wahrscheinlich der größte Silberproduzent. Die Förderkosten sind in diesem Modell stabil. Warum die Aktie dennoch zu an Wert verloren hat, liegt vor allem an einer Steuerrückzahlung, da man nicht nur beim Geschäftsmodell innovativ war, sondern auch bei der Steuer. Vor allem ein steigender Silberpreis wäre förderlich.

Barrick Gold war in den vergangenen Jahren eine katastrophale Entwicklung vorgelegt. Der Fokus heute liegt auf Downsizing, sowohl bei dem Minenportfolio, als auch bei Verschuldung. Damit will sich das Management vor allem auf große Minen mit langer Nutzungsdauer und niedrigen Kosten fokussieren. Das einst 9 Moz Ziel dürfte sich nun mittelfristig eher gegen 4,5 Moz bewegen.

Goldcorp gilt als Qualitätsunternehmen mit einem ambitionierten Wachstumsplan, dies birgt natürlich sogenannte Ramp-up Kosten gerade bei Green Field Projekten. Nach Elenore und Cochenor sollten aber vor allem Erweiterungen im Red Lake District und in Penasquito erfolgen. Sollten die Förderkosten weiter fallen, sind deutlich höhere Kurse möglich.

Alle drei Aktien wurden in die Schwäche aufgebaut, sollten die Aktien Stärke zeigen werden die Positionen wieder Richtung 10% gebracht.


Neben dem wirtschaftlichen Umfeld und dem Auflösen der Short-Positionen, spricht ebenfalls die physische Nachfrage und die geringere Menge aus Recycling-Material für den Goldpreis. Ich hoffe weiter auf die Saisonalität bei Gold – häufige Outperformance in den zweiten Jahreshälfte. Daher wird der Investitionsgrad weiterhin hochgehalten.

Sonntag, 13. September 2015

Monatsbericht zum 13.09.2015 – wikifolio nirvana absolute return



Eigentlich wäre mit dem heutigen Monatsbericht das Portfolio wikifolio nirvana golden nuggets wieder dran, da hier die FED-Sitzung am kommenden Mittwoch den Goldpreis massgeblich bewegen sollte, wird das Portfolio in der nächsten Woche beschrieben und heute nochmals die Chancen und Herausforderungen meines wikifolio nirvana absolute return Zertifikat. In diesem Zertifikat wurden in den letzten vier Wochen 2 Transaktionen durchgeführt. Der kurzfristigen Gewinnmitnahme bei Goldcorp stand ein Kauf im britischen Ölunternehmen BG Group gegenüber. Dem Kauf liegt eine positive Einschätzung des Ölmarktes zugrunde und dass über BG Shell Aktien mit einer ordentlichen Dividendenrendite zu einem 11%igen Discount erworben werden können (Shell übernimmt BG). Die Turbulenzen am Aktienmarkt forderten ihren Tribut, so dass die Monatsperformance mit -8% sehr unbefriedigend war. Das Portfolio ist weiterhin zu 100% investiert.

Bei dünnen Umsätzen waren vor allem Wachstumsängste in China und die bevorstehende Zinserhöhung in den USA Belastungen für den Aktienmarkt. JPM wird zunehmend vorsichtiger, aus folgenden Gründen: (1) Margenpeak bei den Gewinnen erreicht, (2) steigende High Yield Renditen, als Indikation, dass die Bilanzen nicht so gut sind, wie der Markt meint, (3) negativer Effekt durch das Auslaufen von QE3 und (4) der Wirtschaftszyklus ist schon weit fortgeschritten.

Die Punkte sind berechtigt, gleichwohl muss dabei beachtet werden, dass ein Großteil des negativen Sentiments aus den Bereichen Grundstoff- und Energieunternehmen kommen und hier das Problem vor allem Kapazitätsgetrieben ist und die Nachfrage auch in Zukunft eher steigen wird. Dies hilft natürlich meinem Portfolio nichts, da ich vor allem in Grundstoffwerten engagiert bin. Die Bilanzen der Unternehmen sind bei aktuellen Spotpreisen in der Tat nicht so stark, so dass sich Glencore für eine Kapitalerhöhungen ausgesprochen hat. Insgesamt gehen einige Marktteilnehmer von einem Finanzierungsbedarf von bis zu 60 Mrd. USD für Sektor aus. Hiervon wurden bisher lediglich rund 5 Mrd. USD abgerufen.

Die Zinsangst teile ich nicht, ich gehe davon aus, dass wir mit 50% Wahrscheinlichkeit keine Zinserhöhung in 2015 sehen. Denn dies würde bedeuten, dass der USD stärker wird und die Margen von den US-Unternehmen weiter unter Druck kommen. In einem Umfeld von schwachen Währungen (bspw. Yuan) wäre eine weitere Stärkung des USD nicht förderlich.

Umgekehrt wäre das Signal einer Zinserhöhung für den Markt positiv, da jedes erfolgreiche QE-Programm am Ende in höheren Zinsen münden sollte und dies ist bis dato noch nicht passiert ist.

Ich gehe davon aus, dass die Volatilität im Wochenverlauf den Peak erreicht und dann die Märkte wieder steigen. Positiv dürften sich für Unternehmen die Entlastung bei den Rohstoff/Energiekosten ausmachen. Die Strompreise sind niedrig, die Beschäftigung hoch und die bisherigen Lohnabschlüsse erhöhen die Kaufkraft in ausgewählten Ländern.

Die Positionierung mit US-Eisenbahnen bleibt erhalten. Negativen Kohletransporten, stehen hohe Kapitalallokation und bessere Margen entgegen. Ebenfalls bleibe ich bei den Goldminen auf der Kaufseite auch wenn die Position stärker gehandelt werden sollte. Die beiden Kupferunternehmen Glencore und Antofagasta werden wahrscheinlich nicht ausgebaut eher in Stärke reduziert.


Ziel bis Jahresende muss sein: ein Indexniveau von 125 wieder zu erreichen. Mit der Annahme einer Jahresendrallye ist dies aus meiner Sicht möglich.