Montag, 11. April 2016

Vormerkungen erwünscht! Vielen Dank

 https://www.wikifolio.com/de/de/wikifolio/treibstoff-hedge 


Mein Portfolio soll zukünftige Spritpreiserhöhungen durch ETFs auf Öl- und Ölderivate absichern. Dabei soll vor allem der Absicherungsgedanke und nicht die Spekulation im Vordergrund stehen. Die Absicherung soll vor allem über Trendberechnungen und Regressionen erfolgen. Für Korrelation und Bestimmtheitsmaß soll versucht werden, durch eine monatliche Überprüfung einen möglichst hohen Wert zu ermitteln. Die verbleibende Kasse soll versucht werden zu verzinsen. Auch hier soll nicht die Spekulation, sondern ein Geldmanagement im Vordergrund stehen.

 Eine Portfolioanpassung soll zeitnah bzw. innerhalb von 30 Tagen erfolgen, wodurch die Abweichung zum Spritpreis sich nicht zu stark verändern sollte und aus der Absicherungspostion Spekulation werden kann.

 Folgende Risiken können bei dieser Strategie nicht ausgeschlossen werden:

* Eine veränderte Besteuerung von Treibstoff kann nicht abgebildet werden.
* Ein perfekter Hedge ist basierend auf den aktuellen Korrelationen und mit den Instrumenten die aktuell bei wikifolio angeboten werden nicht möglich.
* Regionale Preisunterschiede können zu einer Verwerfung führen.
* Ebenfalls sind Preismuster die auf Wochentagen (freitags teuerer als sonntags) oder Ferien beruhen ebenfalls nicht abbildbar.
* Externe Faktoren wie Kriege, Terroranschläge, Raffinerieunfälle, starke Währungsbewegungen, Entstehen von größeren Preisdifferentialen zwischen bspw. WTI und Brent, oder ähnlichen können zu einer veränderten Korrelation führen.
* Bank- und wikifoliogebühren sollen nicht berücksichtigt werden.

Auch wenn sich die Liste der Risiken sehr lange liest, macht es für mich und mein Umfeld Sinn eine solche Strategie zu fahren. Unsere aktuellen Treibstoffkosten liegen bei rund 6.000 Euro p.a., sollte der Spritpreis sich um ca. 50% verändern, müssten wir 9.000 Euro p.a. zahlen.

Mittelfristig gehe ich davon aus, dass der Ölpreis wieder auf ca. 80 USD je bbl steigen kann, dies deckt sich meiner Ansicht nach mit der aktuellen Einschätzung der IEA. Aufgrund der langen Zyklen im Rohstoffsektor kann ein über- und unterschiessen um den Gleichgewichtspreis normal sein. Das soll heißen, desto länger die aktuelle Krise dauert, um so wahrscheinlicher kann es sein, dass der Ölpreis auch mal in Richtung ca. 200 USD je bbl. gehen kann.

Sollte dies der Fall sein, könnten unsere Treibstoffkosten deutlich ansteigen. Um diesem Risiko Rechnung zu tragen, macht es aus meiner Sicht Sinn, besser einen Teil der zusätzlichen Kosten abzusichern (als überhaupt nichts). Zumal Bargeld, was aktuell auf dem Konto liegt, keinen Zinsertrag bringen kann.

Was kann neben der Kostenkontrolle noch ein Vorteil sein, es über diese Struktur zu machen: Da durch Kursbewegungen die Position schnell an Gewicht zu oder abnehmen können und damit nicht mehr das Underlying abgesichert wird, sondern sich meiner Ansicht nach in eine Spekulation wandelt, kann die stetige Anpassung auf das Absicherungsgewicht notwendig sein. Dies soll bei wikifolio sehr kostengünstig erfolgen. Es soll das ganze Anlageuniversum gehandelt werden.


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Am Ende vielleicht noch mal der Hinweis: Wenn dieses Portfolio im Plus ist, kann man sich zwar darüber freuen, allerdings sollte die Tankstellenrechnung dann höher ausfallen. Wenn dieses Portfolio im Minus ist, kann man sich über günstigere Treibstoffkosten freuen. In Summe sollten sich Treibstoffkosten und Wert des Portfolios so ausgleichen, dass Sie in Zukunft Diesel bzw. Benzin kalkulatorisch für ca. 1,00 EUR respektive ca. 1,20 EUR tanken können.

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Sonntag, 3. April 2016

Monatsbericht zum 03.04.2016 - wikifolio nirvana global resources


Mein Portfolio wikifolio nirvana global resources konnte sich auf Monatssicht stabilisieren und den Monat mit einem Gewinn von rund 5% beenden. Weiterhin gehört der Grundstoffsektor zu den besseren Sektoren im Gesamtmarkt. Allerdings ist es fraglich, ob die relative Stärke des Sektors auch in den kommenden Quartalen Bestand haben wird. Im Zeitraum wurden zehn Transaktionen  - davon neun Verkäufe - getätigt. Der Investitionsgrad ist deutlich auf 70% zurückgegangen.

Der starke Rückgang des Investitionsgrad ist vor allem auf das Schließen der Position um Cameco zurückzuführen. Zwar halten wir das Uranumfeld weiterhin für sehr interessant. Allerdings durch nachlassende Wachstumsraten ist die Notwendigkeit in Kraftwerke zügig zu investieren gering und gleichzeitig belastet der niedrige Ölpreis die Preise der anderen Energierohstoffe (Kohle, Gas, Uran). Sodass ein Engagement in Cameco eher totes Geld ist, zu mal mit Bougainville derzeit auch keine Kursrakete ist. 

Bei der aktuell größten Position Bougainville wurde die Hauptversammlung abgehalten und wieder wurde auf den Bel Kol (Friedensverhandlung) hingewiesen, was allerdings auch schon in den beiden Vorjahren so geschehen ist. Weiterhin warte ich hier auf dieses Event. Möglicherweise wird diese Mine ab 2020 zur globalen Kupferproduktion beitragen.

Die Rohstoffmärkte mussten im letzten Monat gut 5% an Wert abgeben. Dies betrifft vor allem Kupfer, Öl und Eisenerz. Mit Produktion läuft okay, die Nachfrage ebenfalls, was ein wenig Kummer bereitet, sind die hohen Lagerbestände, was zu einem Destocking führen kann.

Während die entwickelten Märkte mit eher schlechten volkswirtschaftlichen Daten aufwarten – außer Deutschland und US-Konsum – und damit für eine Fortführung der laschen Geldpolitik sprechen, kann China wieder einen positiven VoWi-Datenpunkt vermelden, so sind hier die Einkaufsmanagerindizes erstmals seit 12 Monaten wieder auf Wachstum umgesprungen. China ist insofern für die Grundstoffe wichtig, da 50% der globalen Nachfrage in China gebraucht werden. Gleichwohl hat der diesjährige 5-Jahres-Plan (Veröffentlichung Anfang März) keine positiven Überraschungen gebracht.

Noch wenig thematisiert sind die Rohstoffwährungen, diese haben mit Ausnahme des AUD seit Mitte Januar rund 10 aufgewertet. Was einerseits für das bessere Umfeld dieser Länder (Kanada, Brasilien, Südafrika) spricht, andererseits aber die lokalen Kosten wieder steigen lässt.

Für den Sektor sprechen aus meiner Sicht folgende Punkte:

(1)    Die Kapazitätskürzungen führen mittelfristig zu Defiziten
(2)    Das Wachstum von China wird die Nachfrage nach Rohstoffen weiter hin fördern.
(3)    Der Sektor wird eine größere Konsolidierungswelle erleben.

Besonders positiv sind dabei die Rohstoffe: Platin, Gold, Kupfer, Zink und Uran zu nennen. Dem steht allerdings gegenüber, dass die Zyklen sehr ausgeprägt sind und die eigentliche Verbesserung auch erst in ein bis zwei Jahren erfolgen kann. Auch kann kurzfristig, wie oben schon geschrieben, der Lagerzyklus
gegen die Rohstoffe sprechen. Hinzu kommt, dass vor allem aus der zweiten Reihe, die Unternehmen noch mächtige Kapitalerhöhungen durchführen werden, wie am Falle ArcelorMittal (KH über 3 Mrd. USD) geschehen.

In der aktuellen Struktur liegt der Fokus mit rund 30% auf Kupfer und mit 25% auf Gold. Während des Kupferexposure vor allem durch Bougainville resultiert. Ist das Goldexposure der hohen Unsicherheit der Gesamtmärkte geschuldet. Das weitere Vorgehen wird eher vorsichtiger Natur sein. Sollte es zu Rücksetzer kommen, werden vor allem die Unternehmen aus der zweiten Reihe gekauft, da hier der Hebel am höchsten ist. Bisher werden mit Freeport, Glencore und South32 bereits drei Werte aus dieser Kategorie gehalten. Mögliche andere Kandidaten sind Anglo American, Tech und First Quantum.

Sonntag, 13. März 2016

Monatsbericht zum 13.03.2016 – wikifolio nirvana golden nuggets



Mein Zertifikat wikifolio nirvana golden nuggets hat in den letzten vier Wochen fast 21% an Wert gewonnen. Seit Jahresanfang gehört das wikifolio nirvana golden nuggets zu den Besten mit eigenem Geld (und ohne Hebelprodukte – welche im Zeitraum auch keinen Einsatz fanden) auf der wikifolio-Plattform. Gerade auf diesen Punkt bin ich aktuell sehr stolz und es ist mein Anspruch das Portfolio wieder weit über einen Indexstand von 100 zu führen. Das Sentiment um Gold bleibt sehr positiv, weil die Welt von Tag zu Tag schwieriger wird. Insgesamt wurden 41 Transaktionen durchgeführt – 16 Käufen standen 25 Verkäufe gegenüber. Dementsprechend ist die Kasseposition sukzessive gestiegen. Der Investitionsgrad liegt bei rund 70%. 

Gold stieg im Zeitraum bis auf 1.275 USD je Feinunze – dies ist ein 52-Wochen hoch. Während einerseits die Nachfrage sowohl aus China und Indien gut ist, kommen nun auch positive Datenpunkte von den großen ETC-Fonds um Blackrock zutage. So klagen diese passiven Investoren derzeit über massive Inflows.

Auch mehreren sich die Zeichen, dass unsere Welt schwieriger wird. Ein immer verlässliches Signal ist ein Zins für die 10jährigen US-Anleihen unter 2% - aktuell steht dieser bei rund 1,7%. Aber was ist faul in der Welt. Aus meiner Sicht gibt es aktuell 4 Probleme:

  1. Die Geldpolitik verliert ihre Wirksamkeit. Es wird immer mehr Geld gedruckt, es wird immer mehr Geld in Umlauf gebracht und trotzdem gibt es keine Zunahme der Wachstumsraten. Die Notenbanken – allen voran die EZB verliert ihre Glaubwürdigkeit, in dem sie gegen nationale Gesetze und Verfassungen verstößt. Was aber passiert, wenn die Wirtschaft wirklich in Probleme gerät, was können die Notenbanken noch machen.
  1. Nationalen Interessen gewinnen zunehmend an Bedeutung, was sich vor allem an der Schwächung der eigenen Währung zeigt. Überall versuchen Exportnationen die Währung mithilfe der Notenbanken abzuwerten (außer in Deutschland, danke an Jens Weidmann). Dies führt zum Wertverfall der eigenen Währung und zur Suche nach einer Alternativwährung.

  1. Die Welt wird zunehmend von schwierigen Politikern regiert. Hier seien Ungarn und Polen genannt, die mit den heutigen Gesetzen nicht mehr EU-tauglich sind, hier sei die Türkei erwähnt, wo Erdogan Medien und das Verfassungsgericht lahmlegt. Hier sei der „lupenreine Demokrat Putin“ genannt, und wenn die Welt Pech hat, wird in den USA auch ein populistischer Charakter gewählt. Stimmen mehren sich das Europa auseinanderdriftet einerseits wegen der Flüchtlinge, anderseits wegen dem möglichen Brexit und in der Gemengelage soll der Bürger Vertrauen in den Staat haben?

  1. Die Welt ist auch gewalttätiger geworden und immer dann, wenn die Wirtschaft kein Wachstum mehr finden konnte, begaben sich die Staaten in einen Krieg. Verzweifelt sieht derzeit die Situation für einige Ölländer aus. Aber auch Europa (ex Deutschland und Nordics) kann sich nicht wirklich mit einer prosperierenden Wirtschaft rühmen. Was Armut bewirkt, sieht man aktuell an Nordkorea. Wo ein Verrückter mit atomaren Erstschlägen droht, obwohl seine Bevölkerung am Hungertuch nagt. Aber auch die Konflikte in der arabischen Welt und die damit verbundene Menschenwanderung sind erschreckend.


Aus dem oben genannten Punkte sollte Gold auch in nächsten Quartalen wieder an Bedeutung gewinnen. Gleichwohl kann es kurzfristig zu einer Korrektur kommen, was auch in das saisonale Muster passen würde. Oft war es so, dass Gold bis Ostern Freude machte und dann bis Anfang Q3 abtauchte.

Die bisherige Struktur war 65% Gold- und Silberunternehmen, dieser Anteil ist im Zeitablauf auf rund 55% gesunken. Vor allem weil Goldminen mit Gewinn verkauft wurden. Aktuell liegen wieder Limitverkäufe im „Buch“. Sodass bei steigendem Goldpreis weitere Positionen reduziert werden. Lediglich die Position Kinross wurde neu aufgenommen. Kinross ist einer der großen kanadischen Produzenten, der in der Vergangenheit vor allem aufgrund der Akquisition um Tasiast (Goldmine in Mauretanien) und der darauf folgenden Portfolioabschreibung in der Penalty Box war.

Neben Gold gab es eine große Position in dem Kupferproduzenten Freeport. Freeport hält Grasberg eine Kupfermine mit Beiprodukt Gold. In 2017 sollte diese Mine rund 2 Mio. Unzen Gold produzieren, was in etwa der Produktion von Kinross entspricht (!). Freeport ist aktuell völlig überschuldet (20 Mrd. USD Schulden bei einer Marktkapitalisierung von 6 Mrd. USD), daher muss die Gesellschaft nicht nur das Tafelsilber, sondern eigentlich schon das Tafelgold verkaufen. So geschehen mit einer der größten US-Kupferminen Morenci, an der man einen 10%igen Teil für rund 1 Mrd. USD verkauft hat (man hält weiter rund 60% an der Mine). Weitere Verkäufe werden folgen (Cerro Verde oder auch Grasberg). Nachdem die Aktie bei mir mit fast 40% im Minus war, wurde die Position aktiv beigemischt und immer wieder gekauft und in die Stärke verkauft. So dass aktuell ein Gewinn von rund 60% dar steht. Nachdem die Aktie von den Tiefs bei 4 USD auf rund 9 USD in den letzten Wochen gestiegen ist, kann eine weitere (dritte) Kapitalerhöhung nicht ausgeschlossen werden. Daher wird die Position kurzfristig eher aus dem Portfolio verschwinden.

In der Spitze habe ich rund 20% Platin und Palladium gekauft. Hier seien Stillwater, Impala und Norilsk (lediglich Beiprodukt) genannt. Auch diese Positionen wurden in die Stärke hinein reduziert. Gerade bei Impala wird die Attraktivität der südafrikanischen Unternehmen ersichtlich. Gerade der schwache südafrikanische Rand senkt die Produktionskosten so stark, dass sowohl die Goldminen als auch Platinunternehmen profitabel arbeiten.
Aus meiner Sicht ist der Startschuss gesetzt für eine lang andauernde Goldrallye, wo bei wir uns noch in einem frühen Stadium befinden und es gilt, in die Korrektur mit geringerem Exposure zu gehen. Daher wird der Zeitraum bis Juni eher davon geprägt sein, Kasse aufzubauen und „Schnäppchen“ einzusammeln. Fokus wird wahrscheinlich auf den südafrikanischen Minen liegen. Anlagen in Turbos sind nicht unbedingt angestrebt.

Die Aussichten bis Jahresende werden positiv gesehen, Ziel muss sein, bis Jahresende wieder über der Nulllinie zu liegen.

Sonntag, 6. März 2016

Monatsbericht zum 06.03.2016 – wikifolio nirvana absolute return


Im heutigen Monatsbericht wird die Entwicklung meines wikifolio nirvana absolute return beschrieben und die Positionierung skizziert. Mit rund 20% plus war der Monat äußerst erfolgreich. Sowohl gegen den DAX als auch gegen den S&P 500 konnte eine deutliche Outperformance von über 15% erzielt werden. Insgesamt wurden 11 Transaktionen getätigt – acht Verkäufen standen 3 Käufe gegenüber. Damit ist der Investitionsgrad auf 87% gesunken.

Von den Sektoren bin ich weiterhin sehr stark fokussiert auf die US-Eisenbahnen. Die im Verlauf des Jahres bei den Volumenveränderungen einen Wendepunkt markierten. Die US-Investoren schauen vor allem auf die Veränderung der Wachstumsraten und hier wurde die zweite Ableitung im Februar wieder positiv. Gleichzeitig haben größere Investmentbanken die Einstufung der US-Eisenbahnen auf Kaufen genommen, was insgesamt den Unternehmen geholfen hat. Das allgemeine Bild ist weiterhin intakt stetige Preiserhöhungen werden getätigt, wodurch die Marge steigt. Der Free Cash Flow wird wiederum für Dividenden und Aktienrückkäufe verwandt. Zwei Punkte gilt es nun abzuwarten: (1) werden wir in 2016 wieder Volumenwachstum sehen? Möglicherweise ab Q4! Und (2) wird der Merger zwischen CP und Norfolk Southern klappen, dann wird das Rennen um CSX recht schnell beginnen. US-Eisenbahnen werden weiterhin fester Bestandteil des Zertifikats sein.

Anders sieht es aus bei den Rohstoffwerten aus. Hier entscheidet sich die zukünftige Ausrichtung am Wochenende. Dann nämlich tagt der chinesische Volkskongress und dann wird das Land, was rund 50% der globalen Rohstoffe nachfragt die weitere Richtung für die nächsten 5-Jahre festlegen. Ein Fiskalprogramm bzw. Investitionen in fixed assets können vor allem der Kupfernachfrage stark helfen. Hiervon würden dann BHP und Antofagasta profitieren.

Die bisherigen Berichte zum Volkskongress lesen sich sehr allgemein: So soll das Wirtschaftswachstum bei 6,5% liegen (2015: 6,9%). Des Weiteren schreibt Reuters: „Das alte Wachstumsmodell ist an seine Grenzen geraten. Herkömmliche Industriezweige leiden unter Überkapazitäten und verschärfen die Umweltverschmutzung. Zahlreiche durch milliardenschwere Geldspritzen künstlich am Leben gehaltene Staatsbetriebe haben dramatisch an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Zugleich haben diese sogenannten "Zombiefirmen" gewaltige Schuldenberge aufgetürmt. Das soll sich in den kommenden Jahren ändern: Ineffiziente Teile des produzierenden Gewerbes sollen restrukturiert, die Konjunktur stärker auf Dienstleistungen und Hochtechnologie gegründet werden. Innovation sei die treibende Kraft für die Entwicklung des Landes, sagte Li zur Eröffnung des zwölftägigen Volkskongresses. Seinen Plänen zufolge soll die Volksrepublik weltweit führend werden in der Halbleiterbranche, Robotikindustrie, Flugzeugausrüstung und Satellitentechnologie. Zugleich soll sie die Weiterentwicklung des Internets vorantreiben und zur Cybermacht aufsteigen. Der neue Fünfjahresplan, den die Abgeordneten absegnen sollen, sieht eine Anhebung der Forschungsausgaben auf 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) vor. In der Periode von 2011 bis 2015 lag die Quote noch bei 2,1 Prozent.“

Im Zeitverlauf haben die meisten Minenwerte berichtet. Im Vordergrund stand das Kürzen der Dividende, so geschehen bei Rio und BHP. Während beide Unternehmen eine noch attraktive Dividende zahlen, kann sich dies Glencore nicht mehr leisten, daher wurde die Aktie aus diesem wikifolio herausgetraded.

In diesem wikifolio müssen die Werte über eine attraktive Dividende verfügen, andernfalls werden die Unternehmen nicht gekauft bzw. gehalten. Dieses Schicksal wird auch Goldcorp erleiden. Das Unternehmen hatte die bis dato attraktive Dividende um 2/3 gekürzt. Das heißt, ich werde mir andre Goldminen suchen müssen, die eine Dividende zahlen. Da Gold gerade aktuell sehr attraktiv erscheint. Die bisher genannten Sektoren waren hauptsächlich dafür verantwortlich, dass das wikifolio so stark in das Jahr gestartet ist.

Nach vorne gerichtet werde ich den Investitionsgrad weiter reduzieren. Dies liegt vor allem an den vielen globalen Baustellen, die eher Risiken sind, als Chancen – aus meiner Sicht.

Folgende Punkte sind dabei zu nennen:

(1)           Die aktuelle Geldpolitik führt zu keinem besseren Wachstum, wie lasch muss die Geldpolitik werden, wenn wir in eine Rezession gleiten? Genau aus diesem Grund will ich Gold halten.
(2)           Die Gefahr des Brexit lastet auf vielen UK-Unternehmen. Die Folgen für den Kapitalmarkt sind mir nicht bewusst.
(3)           Der US-Wahlkampf hat begonnen und Unsicherheit ist nie gut für die Märkte. Eine Anekdote hierzu nach dem Super-Dienstag gab es bei Google vermehrt Anfrage „wie wandere ich aus den USA aus!“ - das ist wohl D. Trump zu verdanken.
(4)           In Europa wird die Flüchtlingskrise zu weiteren Spannungen führen.
(5)           Wo ist das Wachstum der Schwellenländer bzw. gibt es den Ausdruck BRIC noch?

US-Eisenbahnen, Gold und einige Rohstoffunternehmen (Öl und Kupfer) bleiben Bestandteil des Portfolios, der Investitionsgrad soll Richtung 70% fallen.

Sonntag, 14. Februar 2016

Monatsbericht zum 14.02.2016 - wikifolio nirvana global resources

Mein Portfolio wikifolio nirvana global resources konnte sich auf Monatssicht stabilisieren und den Monat mit einem Gewinn von rund 5% beenden. Dies war erfreulich vor dem Hintergrund der hohen Volatilität und dem weiterhin hohen negativen Sentiment um die Rohstoffe. Im Zeitraum wurden zwei Kauftransaktionen in Norilsk Nickel durchgeführt der Investitionsgrad liegt bei 98%.

Das Portfolio ist wie folgt aufgeteilt: 19% diversified mining, 30% Kupfer, 23% Uran und der Rest in Gold- und Silberunternehmen. Mit Ausnahme von Gold war der Markt sehr volatil und schwierig. Dies liegt vor allem daran, dass der Markt zunehmend merkt, wie wenig die Geldpolitik der internationalen Notenbanken bisher gebracht hat und wahrscheinlich bringen wird. War es früher so, dass expansive Geldpolitik 6-12 Monate später zu mehr Wachstum führt, sieht man aktuell eher das Gegenteil, die Wachstumsraten stagnieren. Es ist unheimlich sich auszumalen, was bei restriktiver Geldpolitik stattfinden würde.

Mit Schweden hat eine weitere Zentralbank negative Zinsen eingeführt – so wie aktuell schon in Japan und der Schweiz. Wenn die Politik /Notenbanken versagen, dann scheint Gold um so heller. Im Wochenverlauf wurde der Demand Trend für Q4 vom World Gold Council veröffentlicht. Die wichtigsten Sachen hieraus waren:

Die Goldnachfrage stieg um 4%, was rund 47 t entspricht. Ein Großteil der Nachfrage (33 t) kam von Zentralbanken, während die Nachfrage aus der Schmuckindustrie und Technologie mit jeweils 6 t rückläufig war. Sowohl der Recyclingmarkt (wegen des schwachen Preisumfeldes) als auch die Minenproduktion (-16 t) waren rückläufig.

Die Zentralbanken zeigten den stärksten Anstieg mit +25% in Q4. Käufer waren dabei vor allem Russland (+ 200 t) und China (+ 104 t), aber Länder wie Kasachstan und Jordanien erhöhten ihre Goldreserven. Dem stehen lediglich Kolumbien und El Salvadore als Verkäufer gegenüber.

Das Goldangebot ist auf das niedrigste Niveau seit 2009 gefallen. Dies kam einerseits daher, dass keine neue Mine in Betrieb genommen wurde. So konnten lediglich Brasilien und PNG (Newcrest) eine höhere Produktion sehen, während die großen Minen in Peru, Kirgisien, Dom.Rep., Argentinien und Ghana rückläufiges Wachstum zeigten. Andererseits, weil der Recyclingmarkt im aktuellen Preis- und Zinsumfeld eine Zurückhaltung potenzieller Verkäufer erlebt. Insgesamt erscheinen die Aussichten für Gold und Silber weiterhin gut, auch wenn es langsam zu einer Korrektur kommen sollte. Möglicherweise wird die bestehende Position leicht reduziert und mit Blick auf die nächsten vier Monate wieder neu aufgebaut, dann sehr wahrscheinlich in südafrikanischen Werten, die über die Währung besser aufgestellt sind.

Das Dilemma des Marktes lässt sich recht einfach derzeit beschreiben: Der Aktienmarkt schaut auf den Rentenmarkt (der an einem charttechnisch wichtigen Punkt ist: Wendepunkt?) - der Rentenmarkt schaut auf den Währungsmarkt (jede Währung ist geschwächt)  – der Währungsmarkt schaut auf die Notenbanken – und die Notenbanken schauen auf die Aktienmärkte.

Allerdings kann es hier einen Lichtblick geben: Am Montag spricht Draghi vor dem Europaparlament und in einer Woche findet der G20 Gipfel statt, wo möglicherweise etwas Konstatiertes beschlossen wird. Ebenfalls wichtig wird der neue chinesische 5 Jahresplan für die Rohstoffmärkte sein, der Mitte März vorgestellt wird.

Vor diesem Hintergrund: Dem Potenzial, dass die Politik überrascht und dass der Rentenmarkt wieder Risk-Off spielt, kann es in den nächsten Wochen zu einer schönen Erholung kommen. Innerhalb des MSCI belegen die Sektoren Energie und Materials den 5. bzw. 6 Rang (von 10). Daher sind wir hier kurzfristig eher positiv, mittelfristig bleibt der Sektor angeschlagen, da Überkapazitäten einer fallenden Nachfrage gegenüberstehen. Gleichwohl ist das Preisniveau bei vielen Rohstoffen eher zum Steigen verdammt, dies gilt vor allem für Nickel, Platin und Öl.

Mit Norilsk wurde eine interessante neue Aktie gekauft. Dabei sind vor allem folgende Argumente für das Investment (welches noch weiter aufgebaut wird) zu nennen: 

Von 71 Nickelminen weltweit sind lediglich 11 noch profitabel. Mit Abstand der profitabelste Anbieter ist Norilsk. Kapazitätskürzungen haben bereits begonnen, diese sollten dazuführen, dass der Nickelpreis sich mittelfristig wieder erholt. Nickel wird in Edelstahl gebraucht. Ein Nickelpreis von 8.600 USD je Tonne – wie er aktuell in der Forwardkurve gepreist wird, ist mittelfristig nicht darstellbar.

Neben Nickel produziert Norilsk Palladium (rund 12% des globalen Angebots). Auch Palladium ist deutlich im Wert gefallen. Auf dem aktuellen Niveau wird es zu keiner nennenswerten Ausweitung der Palladium Produktion kommen. Wie schon bei Stillwater gehe ich von einer steigenden Katalysatorennachfrage aus, sodass auch der Palladiumpreis steigen sollte.

Als russisches Unternehmen leidet Norilsk vor allem unter dem negativen Sentiment. Gleichwohl ist das Unternehmen nicht von Sanktionen betroffen. Mit einem KGV von 8x ist man günstig bewertet.

Die Dividendenrendite von über 10% ist ebenfalls attraktiv. Da der Hauptaktionär Rusal auf Zahlungen angewiesen ist, sollte die Dividende hoch bleiben. Sollte das gegenwärtige Niveau beibehalten werden, würde die Kennzahl Verschuldung zu operativen Gewinn auf 2x in 2017 steigen. Dies ist vor dem Hintergrund der sehr attraktiven Mine darstellbar.

Wobei hohe Dividendenrenditen nicht immer positiv sind. So musste bspw. Rio Tinto mit Vorlage seiner GJ-Zahlen die zukünftige Dividendenpolitik zumindest verbal anpassen. So werde man seine Dividendenpolitik an den operativen Gewinnen ausrichten, aber mindestens 1,10 USD für 2016 zahlen (was einem 50% Cut entspricht). BHP und die anderen Unternehmen werden diesem Beispiel folgen.

Zunehmend unterscheiden sich die Gesellschaften in Unternehmen, die aufgrund der schwachen Bilanz eine Kapitalerhöhung machen müssen (Freeport, Glencore) und die aufgrund von möglichen M&A eine Kapitalerhöhung machen wollen (Rio Tinto, BHP). Rio Tinto sieht vor allem im Kupferbereich interessante Übernahmekandidaten (allerdings seien die Preise noch nicht tief genug). Eine Möglichkeit für Rio könnte Freeport sein.


Das positive Momentum im wikifolio will ich die nächsten Monate fortführen, ich werde allerdings versuchen, den Investitionsgrad eher in Richtung 80% zu bringen.

Freitag, 12. Februar 2016

wikifolio nirvana golden nuggets - endlich mal wieder oben in der Performance

Vor allem aufgrund der sehr starken Bewegung im Gold, ist mein wikifolio im Ein-Monatsvergleich mittlerweile das zweitbeste wikifolio mit eigenem Geld. Im Zeitraum wurden keine Transaktionen mit Turbos gemacht, so dass es sich um eine reine Aktienperformance handelt.




Die aktuelle Positionierung ist: 31% Goldminen, 11% Silberunternehmen, 12% Kupfer (mit hohem Gold Bei-Produktanteil) und 19% Platin und Palladium. Die Kasse liegt aktuell bei 27%.

Vor dem Hintergrund der Goldstärke wurde in den letzten Tagen vor allem Kasse aufgebaut, gleichzeitig wurden Bereiche gesucht, die noch nicht so stark gelaufen sind: wie bspw. Platin/Palladium und Freeport (Anmerkung: Freeport ist ein Kupferunternehmen, in der Mine Grasberg wird Gold als Beiprodukt produziert. Grasberg gehört zu den 5. größten Goldminen!)

 Das wikifolio hat wieder den Status: eigenes Geld, was für mich bedeutet ich gehe weiter von einer Stärke des Goldmarktes aus.