https://www.wikifolio.com/de/de/wikifolio/treibstoff-hedge
Mein Portfolio soll zukünftige Spritpreiserhöhungen durch ETFs auf Öl-
und Ölderivate absichern. Dabei soll vor allem der Absicherungsgedanke
und nicht die Spekulation im Vordergrund stehen.
Die Absicherung soll vor allem über Trendberechnungen und Regressionen
erfolgen. Für Korrelation und Bestimmtheitsmaß soll versucht werden,
durch eine monatliche Überprüfung einen möglichst hohen Wert zu
ermitteln.
Die verbleibende Kasse soll versucht werden zu verzinsen. Auch hier soll
nicht die Spekulation, sondern ein Geldmanagement im Vordergrund
stehen.
Eine Portfolioanpassung soll zeitnah bzw. innerhalb von 30 Tagen
erfolgen, wodurch die Abweichung zum Spritpreis sich nicht zu stark
verändern sollte und aus der Absicherungspostion Spekulation werden
kann.
Folgende Risiken können bei dieser Strategie nicht ausgeschlossen
werden:
* Eine veränderte Besteuerung von Treibstoff kann nicht abgebildet
werden.
* Ein perfekter Hedge ist basierend auf den aktuellen Korrelationen
und mit den Instrumenten die aktuell bei wikifolio angeboten werden
nicht möglich.
* Regionale Preisunterschiede können zu einer Verwerfung führen.
* Ebenfalls sind Preismuster die auf Wochentagen (freitags teuerer als
sonntags) oder Ferien beruhen ebenfalls nicht abbildbar.
* Externe Faktoren wie Kriege, Terroranschläge, Raffinerieunfälle,
starke Währungsbewegungen, Entstehen von größeren Preisdifferentialen
zwischen bspw. WTI und Brent, oder ähnlichen können zu einer veränderten
Korrelation führen.
* Bank- und wikifoliogebühren sollen nicht berücksichtigt werden.
Auch wenn sich die Liste der Risiken sehr lange liest, macht es für mich
und mein Umfeld Sinn eine solche Strategie zu fahren. Unsere aktuellen
Treibstoffkosten liegen bei rund 6.000 Euro p.a., sollte der Spritpreis
sich um ca. 50% verändern, müssten wir 9.000 Euro p.a. zahlen.
Mittelfristig gehe ich davon aus, dass der Ölpreis wieder auf ca. 80 USD
je bbl steigen kann, dies deckt sich meiner Ansicht nach mit der
aktuellen Einschätzung der IEA. Aufgrund der langen Zyklen im
Rohstoffsektor kann ein über- und unterschiessen um den
Gleichgewichtspreis normal sein. Das soll heißen, desto länger die
aktuelle Krise dauert, um so wahrscheinlicher kann es sein, dass der
Ölpreis auch mal in Richtung ca. 200 USD je bbl. gehen kann.
Sollte dies der Fall sein, könnten unsere Treibstoffkosten deutlich
ansteigen. Um diesem Risiko Rechnung zu tragen, macht es aus meiner
Sicht Sinn, besser einen Teil der zusätzlichen Kosten abzusichern (als
überhaupt nichts). Zumal Bargeld, was aktuell auf dem Konto liegt,
keinen Zinsertrag bringen kann.
Was kann neben der Kostenkontrolle noch ein Vorteil sein, es über diese
Struktur zu machen:
Da durch Kursbewegungen die Position schnell an Gewicht zu oder abnehmen
können und damit nicht mehr das Underlying abgesichert wird, sondern
sich meiner Ansicht nach in eine Spekulation wandelt, kann die stetige
Anpassung auf das Absicherungsgewicht notwendig sein. Dies soll bei
wikifolio sehr kostengünstig erfolgen.
Es soll das ganze Anlageuniversum gehandelt werden.
*************************************************
Am Ende vielleicht noch mal der Hinweis:
Wenn dieses Portfolio im Plus ist, kann man sich zwar darüber freuen,
allerdings sollte die Tankstellenrechnung dann höher ausfallen.
Wenn dieses Portfolio im Minus ist, kann man sich über günstigere
Treibstoffkosten freuen.
In Summe sollten sich Treibstoffkosten und Wert des Portfolios so
ausgleichen, dass Sie in Zukunft Diesel bzw. Benzin kalkulatorisch für
ca. 1,00 EUR respektive ca. 1,20 EUR tanken können.
***************************************************
Montag, 11. April 2016
Sonntag, 10. April 2016
Sonntag, 3. April 2016
Monatsbericht zum 03.04.2016 - wikifolio nirvana global resources
Mein Portfolio wikifolio nirvana
global resources konnte sich auf Monatssicht stabilisieren und den Monat mit
einem Gewinn von rund 5% beenden. Weiterhin gehört der Grundstoffsektor zu den
besseren Sektoren im Gesamtmarkt. Allerdings ist es fraglich, ob die relative
Stärke des Sektors auch in den kommenden Quartalen Bestand haben wird. Im Zeitraum
wurden zehn Transaktionen - davon neun
Verkäufe - getätigt. Der Investitionsgrad ist deutlich auf 70% zurückgegangen.
Der starke Rückgang des Investitionsgrad
ist vor allem auf das Schließen der Position um Cameco zurückzuführen. Zwar
halten wir das Uranumfeld weiterhin für sehr interessant. Allerdings durch
nachlassende Wachstumsraten ist die Notwendigkeit in Kraftwerke zügig zu
investieren gering und gleichzeitig belastet der niedrige Ölpreis die Preise
der anderen Energierohstoffe (Kohle, Gas, Uran). Sodass ein Engagement in
Cameco eher totes Geld ist, zu mal mit Bougainville derzeit auch keine
Kursrakete ist.
Bei der aktuell größten Position
Bougainville wurde die Hauptversammlung abgehalten und wieder wurde auf den Bel
Kol (Friedensverhandlung) hingewiesen, was allerdings auch schon in den beiden
Vorjahren so geschehen ist. Weiterhin warte ich hier auf dieses Event.
Möglicherweise wird diese Mine ab 2020 zur globalen Kupferproduktion beitragen.
Die Rohstoffmärkte mussten im
letzten Monat gut 5% an Wert abgeben. Dies betrifft vor allem Kupfer, Öl und
Eisenerz. Mit Produktion läuft okay, die Nachfrage ebenfalls, was ein wenig
Kummer bereitet, sind die hohen Lagerbestände, was zu einem Destocking führen
kann.
Während die entwickelten Märkte mit
eher schlechten volkswirtschaftlichen Daten aufwarten – außer Deutschland und
US-Konsum – und damit für eine Fortführung der laschen Geldpolitik sprechen,
kann China wieder einen positiven VoWi-Datenpunkt vermelden, so sind hier die
Einkaufsmanagerindizes erstmals seit 12 Monaten wieder auf Wachstum
umgesprungen. China ist insofern für die Grundstoffe wichtig, da 50% der
globalen Nachfrage in China gebraucht werden. Gleichwohl hat der diesjährige
5-Jahres-Plan (Veröffentlichung Anfang März) keine positiven Überraschungen
gebracht.
Noch wenig thematisiert sind die
Rohstoffwährungen, diese haben mit Ausnahme des AUD seit Mitte Januar rund 10
aufgewertet. Was einerseits für das bessere Umfeld dieser Länder (Kanada,
Brasilien, Südafrika) spricht, andererseits aber die lokalen Kosten wieder
steigen lässt.
Für den Sektor sprechen aus meiner
Sicht folgende Punkte:
(1)
Die Kapazitätskürzungen führen
mittelfristig zu Defiziten
(2)
Das Wachstum von China wird die
Nachfrage nach Rohstoffen weiter hin fördern.
(3)
Der Sektor wird eine größere
Konsolidierungswelle erleben.
Besonders positiv sind dabei die
Rohstoffe: Platin, Gold, Kupfer, Zink und Uran zu nennen. Dem steht allerdings
gegenüber, dass die Zyklen sehr ausgeprägt sind und die eigentliche
Verbesserung auch erst in ein bis zwei Jahren erfolgen kann. Auch kann
kurzfristig, wie oben schon geschrieben, der Lagerzyklus
gegen die Rohstoffe sprechen. Hinzu
kommt, dass vor allem aus der zweiten Reihe, die Unternehmen noch mächtige
Kapitalerhöhungen durchführen werden, wie am Falle ArcelorMittal (KH über 3
Mrd. USD) geschehen.
In der aktuellen Struktur liegt der
Fokus mit rund 30% auf Kupfer und mit 25% auf Gold. Während des Kupferexposure
vor allem durch Bougainville resultiert. Ist das Goldexposure der hohen Unsicherheit
der Gesamtmärkte geschuldet. Das weitere Vorgehen wird eher vorsichtiger Natur
sein. Sollte es zu Rücksetzer kommen, werden vor allem die Unternehmen aus der
zweiten Reihe gekauft, da hier der Hebel am höchsten ist. Bisher werden mit
Freeport, Glencore und South32 bereits drei Werte aus dieser Kategorie
gehalten. Mögliche andere Kandidaten sind Anglo American, Tech und First
Quantum.
Sonntag, 13. März 2016
Monatsbericht zum 13.03.2016 – wikifolio nirvana golden nuggets
Gold
stieg im Zeitraum bis auf 1.275 USD je Feinunze – dies ist ein
52-Wochen hoch. Während einerseits die Nachfrage sowohl aus China
und Indien gut ist, kommen nun auch positive Datenpunkte von den
großen ETC-Fonds um Blackrock zutage. So klagen diese passiven
Investoren derzeit über massive Inflows.
Auch
mehreren sich die Zeichen, dass unsere Welt schwieriger wird. Ein
immer verlässliches Signal ist ein Zins für die 10jährigen
US-Anleihen unter 2% - aktuell steht dieser bei rund 1,7%. Aber was
ist faul in der Welt. Aus meiner Sicht gibt es aktuell 4 Probleme:
- Die Geldpolitik verliert ihre Wirksamkeit. Es wird immer mehr Geld gedruckt, es wird immer mehr Geld in Umlauf gebracht und trotzdem gibt es keine Zunahme der Wachstumsraten. Die Notenbanken – allen voran die EZB verliert ihre Glaubwürdigkeit, in dem sie gegen nationale Gesetze und Verfassungen verstößt. Was aber passiert, wenn die Wirtschaft wirklich in Probleme gerät, was können die Notenbanken noch machen.
- Nationalen Interessen gewinnen zunehmend an Bedeutung, was sich vor allem an der Schwächung der eigenen Währung zeigt. Überall versuchen Exportnationen die Währung mithilfe der Notenbanken abzuwerten (außer in Deutschland, danke an Jens Weidmann). Dies führt zum Wertverfall der eigenen Währung und zur Suche nach einer Alternativwährung.
- Die Welt wird zunehmend von schwierigen Politikern regiert. Hier seien Ungarn und Polen genannt, die mit den heutigen Gesetzen nicht mehr EU-tauglich sind, hier sei die Türkei erwähnt, wo Erdogan Medien und das Verfassungsgericht lahmlegt. Hier sei der „lupenreine Demokrat Putin“ genannt, und wenn die Welt Pech hat, wird in den USA auch ein populistischer Charakter gewählt. Stimmen mehren sich das Europa auseinanderdriftet einerseits wegen der Flüchtlinge, anderseits wegen dem möglichen Brexit und in der Gemengelage soll der Bürger Vertrauen in den Staat haben?
- Die Welt ist auch gewalttätiger geworden und immer dann, wenn die Wirtschaft kein Wachstum mehr finden konnte, begaben sich die Staaten in einen Krieg. Verzweifelt sieht derzeit die Situation für einige Ölländer aus. Aber auch Europa (ex Deutschland und Nordics) kann sich nicht wirklich mit einer prosperierenden Wirtschaft rühmen. Was Armut bewirkt, sieht man aktuell an Nordkorea. Wo ein Verrückter mit atomaren Erstschlägen droht, obwohl seine Bevölkerung am Hungertuch nagt. Aber auch die Konflikte in der arabischen Welt und die damit verbundene Menschenwanderung sind erschreckend.
Aus
dem oben genannten Punkte sollte Gold auch in nächsten Quartalen
wieder an Bedeutung gewinnen. Gleichwohl kann es kurzfristig zu einer
Korrektur kommen, was auch in das saisonale Muster passen würde. Oft
war es so, dass Gold bis Ostern Freude machte und dann bis Anfang Q3
abtauchte.
Die
bisherige Struktur war 65% Gold- und Silberunternehmen, dieser Anteil
ist im Zeitablauf auf rund 55% gesunken. Vor allem weil Goldminen mit
Gewinn verkauft wurden. Aktuell liegen wieder Limitverkäufe im
„Buch“. Sodass bei steigendem Goldpreis weitere Positionen
reduziert werden. Lediglich die Position Kinross wurde neu
aufgenommen. Kinross ist einer der großen kanadischen Produzenten,
der in der Vergangenheit vor allem aufgrund der Akquisition um
Tasiast (Goldmine in Mauretanien) und der darauf folgenden
Portfolioabschreibung in der Penalty Box war.
Neben
Gold gab es eine große Position in dem Kupferproduzenten Freeport.
Freeport hält Grasberg eine Kupfermine mit Beiprodukt Gold. In 2017
sollte diese Mine rund 2 Mio. Unzen Gold produzieren, was in etwa der
Produktion von Kinross entspricht (!). Freeport ist aktuell völlig
überschuldet (20 Mrd. USD Schulden bei einer Marktkapitalisierung
von 6 Mrd. USD), daher muss die Gesellschaft nicht nur das
Tafelsilber, sondern eigentlich schon das Tafelgold verkaufen. So
geschehen mit einer der größten US-Kupferminen Morenci, an der man
einen 10%igen Teil für rund 1 Mrd. USD verkauft hat (man hält
weiter rund 60% an der Mine). Weitere Verkäufe werden folgen (Cerro
Verde oder auch Grasberg). Nachdem die Aktie bei mir mit fast 40% im
Minus war, wurde die Position aktiv beigemischt und immer wieder
gekauft und in die Stärke verkauft. So dass aktuell ein Gewinn von
rund 60% dar steht. Nachdem die Aktie von den Tiefs bei 4 USD auf
rund 9 USD in den letzten Wochen gestiegen ist, kann eine weitere
(dritte) Kapitalerhöhung nicht ausgeschlossen werden. Daher wird die
Position kurzfristig eher aus dem Portfolio verschwinden.
In
der Spitze habe ich rund 20% Platin und Palladium gekauft. Hier seien
Stillwater, Impala und Norilsk (lediglich Beiprodukt) genannt. Auch
diese Positionen wurden in die Stärke hinein reduziert. Gerade bei
Impala wird die Attraktivität der südafrikanischen Unternehmen
ersichtlich. Gerade der schwache südafrikanische Rand senkt die
Produktionskosten so stark, dass sowohl die Goldminen als auch
Platinunternehmen profitabel arbeiten.
Aus
meiner Sicht ist der Startschuss gesetzt für eine lang andauernde
Goldrallye, wo bei wir uns noch in einem frühen Stadium befinden und
es gilt, in die Korrektur mit geringerem Exposure zu gehen. Daher
wird der Zeitraum bis Juni eher davon geprägt sein, Kasse aufzubauen
und „Schnäppchen“ einzusammeln. Fokus wird wahrscheinlich auf
den südafrikanischen Minen liegen. Anlagen in Turbos sind nicht
unbedingt angestrebt.
Die
Aussichten bis Jahresende werden positiv gesehen, Ziel muss sein, bis
Jahresende wieder über der Nulllinie zu liegen.
Sonntag, 6. März 2016
Monatsbericht zum 06.03.2016 – wikifolio nirvana absolute return
Im heutigen Monatsbericht wird die Entwicklung meines wikifolio nirvana absolute return beschrieben und die Positionierung skizziert. Mit rund 20% plus war der Monat äußerst erfolgreich. Sowohl gegen den DAX als auch gegen den S&P 500 konnte eine deutliche Outperformance von über 15% erzielt werden. Insgesamt wurden 11 Transaktionen getätigt – acht Verkäufen standen 3 Käufe gegenüber. Damit ist der Investitionsgrad auf 87% gesunken.
Von den Sektoren bin ich weiterhin sehr stark
fokussiert auf die US-Eisenbahnen. Die im Verlauf des Jahres bei den
Volumenveränderungen einen Wendepunkt markierten. Die US-Investoren schauen vor
allem auf die Veränderung der Wachstumsraten und hier wurde die zweite
Ableitung im Februar wieder positiv. Gleichzeitig haben größere
Investmentbanken die Einstufung der US-Eisenbahnen auf Kaufen genommen, was
insgesamt den Unternehmen geholfen hat. Das allgemeine Bild ist weiterhin
intakt stetige Preiserhöhungen werden getätigt, wodurch die Marge steigt. Der
Free Cash Flow wird wiederum für Dividenden und Aktienrückkäufe verwandt. Zwei
Punkte gilt es nun abzuwarten: (1) werden wir in 2016 wieder Volumenwachstum
sehen? Möglicherweise ab Q4! Und (2) wird der Merger zwischen CP und Norfolk
Southern klappen, dann wird das Rennen um CSX recht schnell beginnen.
US-Eisenbahnen werden weiterhin fester Bestandteil des Zertifikats sein.
Anders sieht es aus bei den Rohstoffwerten aus.
Hier entscheidet sich die zukünftige Ausrichtung am Wochenende. Dann nämlich
tagt der chinesische Volkskongress und dann wird das Land, was rund 50% der
globalen Rohstoffe nachfragt die weitere Richtung für die nächsten 5-Jahre
festlegen. Ein Fiskalprogramm bzw. Investitionen in fixed assets können vor
allem der Kupfernachfrage stark helfen. Hiervon würden dann BHP und Antofagasta
profitieren.
Die bisherigen Berichte zum Volkskongress lesen
sich sehr allgemein: So soll das Wirtschaftswachstum bei 6,5% liegen (2015:
6,9%). Des Weiteren schreibt Reuters: „Das alte Wachstumsmodell ist an seine
Grenzen geraten. Herkömmliche Industriezweige leiden unter Überkapazitäten und
verschärfen die Umweltverschmutzung. Zahlreiche durch milliardenschwere
Geldspritzen künstlich am Leben gehaltene Staatsbetriebe haben dramatisch an
Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Zugleich haben diese sogenannten
"Zombiefirmen" gewaltige Schuldenberge aufgetürmt. Das soll sich in
den kommenden Jahren ändern: Ineffiziente Teile des produzierenden Gewerbes
sollen restrukturiert, die Konjunktur stärker auf Dienstleistungen und
Hochtechnologie gegründet werden. Innovation sei die treibende Kraft für die
Entwicklung des Landes, sagte Li zur Eröffnung des zwölftägigen
Volkskongresses. Seinen Plänen zufolge soll die Volksrepublik weltweit führend
werden in der Halbleiterbranche, Robotikindustrie, Flugzeugausrüstung und Satellitentechnologie. Zugleich soll sie
die Weiterentwicklung des Internets vorantreiben und zur Cybermacht aufsteigen.
Der neue Fünfjahresplan, den die Abgeordneten absegnen sollen, sieht eine
Anhebung der Forschungsausgaben auf 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP)
vor. In der Periode von 2011 bis 2015 lag die Quote noch bei 2,1 Prozent.“
Im Zeitverlauf haben die
meisten Minenwerte berichtet. Im Vordergrund stand das Kürzen der Dividende, so
geschehen bei Rio und BHP. Während beide Unternehmen eine noch attraktive
Dividende zahlen, kann sich dies Glencore nicht mehr leisten, daher wurde die
Aktie aus diesem wikifolio herausgetraded.
In diesem wikifolio müssen
die Werte über eine attraktive Dividende verfügen, andernfalls werden die
Unternehmen nicht gekauft bzw. gehalten. Dieses Schicksal wird auch Goldcorp
erleiden. Das Unternehmen hatte die bis dato attraktive Dividende um 2/3
gekürzt. Das heißt, ich werde mir andre Goldminen suchen müssen, die eine
Dividende zahlen. Da Gold gerade aktuell sehr attraktiv erscheint. Die bisher
genannten Sektoren waren hauptsächlich dafür verantwortlich, dass das wikifolio
so stark in das Jahr gestartet ist.
Nach vorne gerichtet werde
ich den Investitionsgrad weiter reduzieren. Dies liegt vor allem an den vielen
globalen Baustellen, die eher Risiken sind, als Chancen – aus meiner Sicht.
Folgende Punkte sind dabei
zu nennen:
(1)
Die
aktuelle Geldpolitik führt zu keinem besseren Wachstum, wie lasch muss die
Geldpolitik werden, wenn wir in eine Rezession gleiten? Genau aus diesem Grund
will ich Gold halten.
(2)
Die
Gefahr des Brexit lastet auf vielen UK-Unternehmen. Die Folgen für den
Kapitalmarkt sind mir nicht bewusst.
(3)
Der
US-Wahlkampf hat begonnen und Unsicherheit ist nie gut für die Märkte. Eine
Anekdote hierzu nach dem Super-Dienstag gab es bei Google vermehrt Anfrage „wie
wandere ich aus den USA aus!“ - das ist wohl D. Trump zu verdanken.
(4)
In
Europa wird die Flüchtlingskrise zu weiteren Spannungen führen.
(5)
Wo
ist das Wachstum der Schwellenländer bzw. gibt es den Ausdruck BRIC noch?
US-Eisenbahnen, Gold und einige Rohstoffunternehmen (Öl und
Kupfer) bleiben Bestandteil des Portfolios, der Investitionsgrad soll Richtung
70% fallen.
Sonntag, 14. Februar 2016
Monatsbericht zum 14.02.2016 - wikifolio nirvana global resources
Mein Portfolio wikifolio nirvana
global resources konnte sich auf Monatssicht stabilisieren und den Monat mit
einem Gewinn von rund 5% beenden. Dies war erfreulich vor dem Hintergrund der hohen
Volatilität und dem weiterhin hohen negativen Sentiment um die Rohstoffe. Im
Zeitraum wurden zwei Kauftransaktionen in Norilsk Nickel durchgeführt der
Investitionsgrad liegt bei 98%.
Das Portfolio ist wie folgt aufgeteilt: 19%
diversified mining, 30% Kupfer, 23% Uran und der Rest in Gold- und
Silberunternehmen. Mit Ausnahme von Gold war der Markt sehr volatil und
schwierig. Dies liegt vor allem daran, dass der Markt zunehmend merkt, wie
wenig die Geldpolitik der internationalen Notenbanken bisher gebracht hat und
wahrscheinlich bringen wird. War es früher so, dass expansive Geldpolitik 6-12
Monate später zu mehr Wachstum führt, sieht man aktuell eher das Gegenteil, die
Wachstumsraten stagnieren. Es ist unheimlich sich auszumalen, was bei
restriktiver Geldpolitik stattfinden würde.
Mit Schweden hat eine weitere Zentralbank
negative Zinsen eingeführt – so wie aktuell schon in Japan und der Schweiz.
Wenn die Politik /Notenbanken versagen, dann scheint Gold um so heller. Im
Wochenverlauf wurde der Demand Trend für Q4 vom World Gold Council
veröffentlicht. Die wichtigsten Sachen hieraus waren:
Die Goldnachfrage stieg um 4%, was rund 47 t
entspricht. Ein Großteil der Nachfrage (33 t) kam von Zentralbanken, während
die Nachfrage aus der Schmuckindustrie und Technologie mit jeweils 6 t
rückläufig war. Sowohl der Recyclingmarkt (wegen des schwachen Preisumfeldes)
als auch die Minenproduktion (-16 t) waren rückläufig.
Die Zentralbanken zeigten den stärksten Anstieg
mit +25% in Q4. Käufer waren dabei vor allem Russland (+ 200 t) und China (+
104 t), aber Länder wie Kasachstan und Jordanien erhöhten ihre Goldreserven.
Dem stehen lediglich Kolumbien und El Salvadore als Verkäufer gegenüber.
Das Goldangebot ist auf das niedrigste Niveau
seit 2009 gefallen. Dies kam einerseits daher, dass keine neue Mine in Betrieb
genommen wurde. So konnten lediglich Brasilien und PNG (Newcrest) eine höhere
Produktion sehen, während die großen Minen in Peru, Kirgisien, Dom.Rep.,
Argentinien und Ghana rückläufiges Wachstum zeigten. Andererseits, weil der
Recyclingmarkt im aktuellen Preis- und Zinsumfeld eine Zurückhaltung
potenzieller Verkäufer erlebt. Insgesamt erscheinen die Aussichten für
Gold und Silber weiterhin gut, auch wenn es langsam zu einer Korrektur kommen
sollte. Möglicherweise wird die bestehende Position leicht reduziert und mit
Blick auf die nächsten vier Monate wieder neu aufgebaut, dann sehr
wahrscheinlich in südafrikanischen Werten, die über die Währung besser
aufgestellt sind.
Das Dilemma des Marktes lässt sich recht einfach
derzeit beschreiben: Der Aktienmarkt schaut auf den Rentenmarkt (der an einem
charttechnisch wichtigen Punkt ist: Wendepunkt?) - der Rentenmarkt schaut auf
den Währungsmarkt (jede Währung ist geschwächt)
– der Währungsmarkt schaut auf die Notenbanken – und die Notenbanken
schauen auf die Aktienmärkte.
Allerdings kann es hier einen Lichtblick geben:
Am Montag spricht Draghi vor dem Europaparlament und in einer Woche findet der
G20 Gipfel statt, wo möglicherweise etwas Konstatiertes beschlossen wird.
Ebenfalls wichtig wird der neue chinesische 5 Jahresplan für die Rohstoffmärkte
sein, der Mitte März vorgestellt wird.
Vor diesem Hintergrund: Dem Potenzial, dass die
Politik überrascht und dass der Rentenmarkt wieder Risk-Off spielt, kann es in
den nächsten Wochen zu einer schönen Erholung kommen. Innerhalb des MSCI
belegen die Sektoren Energie und Materials den 5. bzw. 6 Rang (von 10). Daher
sind wir hier kurzfristig eher positiv, mittelfristig bleibt der Sektor
angeschlagen, da Überkapazitäten einer fallenden Nachfrage gegenüberstehen.
Gleichwohl ist das Preisniveau bei vielen Rohstoffen eher zum Steigen verdammt,
dies gilt vor allem für Nickel, Platin und Öl.
Mit Norilsk wurde eine interessante neue Aktie
gekauft. Dabei sind vor allem folgende Argumente für das Investment (welches
noch weiter aufgebaut wird) zu nennen:
Von 71 Nickelminen weltweit sind lediglich 11
noch profitabel. Mit Abstand der profitabelste Anbieter ist Norilsk.
Kapazitätskürzungen haben bereits begonnen, diese sollten dazuführen, dass der
Nickelpreis sich mittelfristig wieder erholt. Nickel wird in Edelstahl
gebraucht. Ein Nickelpreis von 8.600 USD je Tonne – wie er aktuell in der
Forwardkurve gepreist wird, ist mittelfristig nicht darstellbar.
Neben Nickel produziert Norilsk Palladium (rund 12% des
globalen Angebots). Auch Palladium ist deutlich im Wert gefallen. Auf dem
aktuellen Niveau wird es zu keiner nennenswerten Ausweitung der Palladium
Produktion kommen. Wie schon bei Stillwater gehe ich von einer steigenden
Katalysatorennachfrage aus, sodass auch der Palladiumpreis steigen sollte.
Als russisches Unternehmen leidet Norilsk vor allem unter
dem negativen Sentiment. Gleichwohl ist das Unternehmen nicht von Sanktionen
betroffen. Mit einem KGV von 8x ist man günstig bewertet.
Die Dividendenrendite von über 10% ist ebenfalls attraktiv.
Da der Hauptaktionär Rusal auf Zahlungen angewiesen ist, sollte die Dividende
hoch bleiben. Sollte das gegenwärtige Niveau beibehalten werden, würde die
Kennzahl Verschuldung zu operativen Gewinn auf 2x in 2017 steigen. Dies ist vor
dem Hintergrund der sehr attraktiven Mine darstellbar.
Wobei hohe Dividendenrenditen nicht immer positiv sind. So
musste bspw. Rio Tinto mit Vorlage seiner GJ-Zahlen die zukünftige
Dividendenpolitik zumindest verbal anpassen. So werde man seine
Dividendenpolitik an den operativen Gewinnen ausrichten, aber mindestens 1,10
USD für 2016 zahlen (was einem 50% Cut entspricht). BHP und die anderen
Unternehmen werden diesem Beispiel folgen.
Zunehmend unterscheiden sich die Gesellschaften in
Unternehmen, die aufgrund der schwachen Bilanz eine Kapitalerhöhung machen
müssen (Freeport, Glencore) und die aufgrund von möglichen M&A eine
Kapitalerhöhung machen wollen (Rio Tinto, BHP). Rio Tinto sieht vor allem im Kupferbereich
interessante Übernahmekandidaten (allerdings seien die Preise noch nicht tief
genug). Eine Möglichkeit für Rio könnte Freeport sein.
Das positive Momentum im wikifolio will ich die nächsten
Monate fortführen, ich werde allerdings versuchen, den Investitionsgrad eher in
Richtung 80% zu bringen.
Freitag, 12. Februar 2016
wikifolio nirvana golden nuggets - endlich mal wieder oben in der Performance
Vor allem aufgrund der sehr starken Bewegung im Gold, ist mein wikifolio im Ein-Monatsvergleich mittlerweile das zweitbeste wikifolio mit eigenem Geld. Im Zeitraum wurden keine Transaktionen mit Turbos gemacht, so dass es sich um eine reine Aktienperformance handelt.
Die aktuelle Positionierung ist: 31% Goldminen, 11% Silberunternehmen, 12% Kupfer (mit hohem Gold Bei-Produktanteil) und 19% Platin und Palladium. Die Kasse liegt aktuell bei 27%.
Vor dem Hintergrund der Goldstärke wurde in den letzten Tagen vor allem Kasse aufgebaut, gleichzeitig wurden Bereiche gesucht, die noch nicht so stark gelaufen sind: wie bspw. Platin/Palladium und Freeport (Anmerkung: Freeport ist ein Kupferunternehmen, in der Mine Grasberg wird Gold als Beiprodukt produziert. Grasberg gehört zu den 5. größten Goldminen!)
Das wikifolio hat wieder den Status: eigenes Geld, was für mich bedeutet ich gehe weiter von einer Stärke des Goldmarktes aus.
Die aktuelle Positionierung ist: 31% Goldminen, 11% Silberunternehmen, 12% Kupfer (mit hohem Gold Bei-Produktanteil) und 19% Platin und Palladium. Die Kasse liegt aktuell bei 27%.
Vor dem Hintergrund der Goldstärke wurde in den letzten Tagen vor allem Kasse aufgebaut, gleichzeitig wurden Bereiche gesucht, die noch nicht so stark gelaufen sind: wie bspw. Platin/Palladium und Freeport (Anmerkung: Freeport ist ein Kupferunternehmen, in der Mine Grasberg wird Gold als Beiprodukt produziert. Grasberg gehört zu den 5. größten Goldminen!)
Das wikifolio hat wieder den Status: eigenes Geld, was für mich bedeutet ich gehe weiter von einer Stärke des Goldmarktes aus.
Abonnieren
Posts (Atom)

