Sonntag, 31. Mai 2015

Monatsbericht zum 28.05.2015 - wikifolio nirvana global resources

Mein Portfolio wikifolio nirvana global resources verlor in den letzten vier Wochen rund 8% an Wert. Dies ist vor allem auf die schwache Sektorperformance zurückzuführen. Insgesamt hat der Sektor bis her 11% verloren, wodurch die Performance relativ für mich nicht ganz so schlecht ist. Allerdings kein Grund auch für mein eigenes Geld sich zu freuen. Im Zeitraum wurden drei Transaktionen – zwei Käufe und ein Verkauf – durchgeführt. Der Investitionsgrad liegt bei 93%.

Im laufenden Monat fand die Merill Lynch Sektorkonferenz in Barcelona statt. Kernbotschaft war: Die Investitionen werden zurückgefahren, die Kosten reduziert und der Free Cash Flow ausgebaut. Die Dividende soll perspektiv ausgebaut werden. Alle Punkte und die Bewertung bei normalisierten Rohstoffpreisen sprechen für ein Engagement.

Die Rohstoffe notieren vor allem deswegen so tief (nach Worten von Ivan Glasenberg, CEO von Glencore), weil die Angebotsdisziplin fehlt. Es wurden viele Minen in den letzten Wochen aufgemacht (Stichwort Überinvestitionen) und die Kostenkurven haben sich verflacht. Die eigentliche Nachfrage nach Rohstoffen ist weiterhin gut. Fehlende heutige Investitionen werden das Angebot ab 2017 wieder reduzieren. In diesem Zusammenhang sind vor allem Kupfer und Uran zu nennen.

Im Monatsverlauf erfolgt der Spin off von South 32 von BHP. South 32 sollte im Portfolio weiter ausgebaut werden. Die Dividendenrendite ist interessant, die Assets sind gut und perspektivisch sollte die Aktie übernommen werden.

Die Positionierung vor allem in Gold, Kupfer und Uran bleibt weiterhin erhalten. Im laufenden Monat kann es zu einer größeren Bewegung bei Bougainville geben. Hier endet eine Wahl und das Ergebnis soll bekanntgegeben werden. Wenn Präsident Momis wieder gewählt werden sollte, werden die Verhandlungen mit Rio Tinto zu der stillgelegten Paguna Mine aufgenommen. Im Mittelpunkt wird die Wiedereröffnung und damit Steuerannahmen für Bougainville stehen. Für Rio Tinto spricht der enorme Kapitalbedarf (ca. 5 Mrd. USD). Ein Kauf wäre derzeit lediglich von Chinesen denkbar.
Insgesamt sollen die Wetten weiter fokussierter werden. Die Aussichten für das Zertifikat werden neutral eingeschätzt. Die Struktur sollte sich konzentrierter darstellen.  


nirvana global resources Chart

Sonntag, 24. Mai 2015

Monatsbericht zum 24.05.2015 - wikifolio nirvana absolute return

Der heutige Monatsbericht beschreibt mein wikifolio nirvana absolute return. Im Zertifikat wurden in den letzten vier Wochen 16 Transkationen durchgeführt. Neun Käufen standen sieben Verkäufe gegenüber. Vor allem kleinere Positionen (Vodafone, Bilfinger) wurden abgebaut und eine Sektorrotation in Richtung US-Eisenbahnen, Northern Star und South 32 gedreht. Die Monatsperformance lag bei -2,5%. Die Investitionsquote ist trotz Übergewicht an Käufen auf 82% (von 89%) gesunken.

Auf Twitter wurde von zerohedge folgender Zusammenhang hergestellt: Was hat in den letzten Wochen alles enttäuscht? China PMI, German PMI, US PMI (alles Frühindikatoren); Initial Claims (Arbeitslosigkeit), die regionalen FED Berichte (Chicago, Philadephia, Kansas City) und Existing Home Sales (Bau)…und dennoch sind die Märkte auf Rekordniveau! Wie kann das sein. Aus meiner Sicht ist aktuell ein steigendes Zinsumfeld vordergründig die größte Angst des Aktienmarktes. Die Zinsen in Europa werden dank der EZB niedrig bleiben. die USA wird mit den schwachen volkswirtschaftlichen Daten und dem aktuellen Währungskrieg ebenfalls die Zinsen eher später als früher senken.

Ebenfalls interessant ist der Stand des Citigroup Economic Surprise Index, der die positive bzw. negative Überraschung zu den Markterwartungen misst, dieser ist auf dem dritttiefsten Stand seit 2005. Lediglich zur Zeit der Finanzkrise (08/09) und zur europäischen PIIGs-Krise (2011) lag er tiefer.  

Zwar hatte ich im letzten Monatsreport darauf hingewiesen, dass der alte Spruch „sell in May and sail away“ auch dieses Jahr wieder gelten kann. Allerdings ist meine Investitionsquote weiterhin recht hoch. Ich versuche vor allem in Goldunternehmen zu investieren – allen voran Northern Star. Das Unternehmen hat ein einstelliges KGV und eine Dividendenrendite über 3%. Gleichzeitig sollte es von der Währungskombination profitieren. Daneben ist ebenfalls eine Goldcorp Bestandteil meines Portfolios (Gewicht: 17%).

Vor dem Hintergrund der Situation um Griechenland ist es erstaunlich, dass der Goldpreis nicht stärker anzieht. Die derzeitige Berichterstattung geht bei Griechenland derzeit vor allem um die fälligen Zinszahlungen – bswp. am 05.06 eine Zinszahlung i.H.v. 300 Mio. EUR an den IWF. Und die Freigabe des existierenden Programms über 7,2 Mrd. EUR. Hierfür müssen die Griechen endlich Reformen durchsetzten, dass ist weiterhin nicht der Fall. Griechische Politiker fliegen lieber in der Weltgeschichte rum, nehmen vertrauliche Gespräche auf und geben Kampfparolen vor den TV-Kameras, statt endlich die Ärmel  hoch zu krempeln und Reformen im eigenen Land umzusetzen. Von den 10.000 bekannten Steuerflüchtlingen – die man im Wahlkampf noch zur Kasse bitten wollte - wurden bisher noch nicht mal 50 zur Rechenschaft gezogen. Es ist seit langem bekannt, dass ich für ein „Ende mit Schrecken“ bin und Griechenland eher heute als morgen aus dem Euro schmeißen würde (was rechtlich natürlich nicht geht, aber könnte endlich den Geldhahn schließen!). Aber Europa wird wahrscheinlich noch ein weiteres (drittes) Hilfspaket schnürren, ob dass dann endlich dem Gold was bringen wird muss sich zeigen.

Gleichwohl bleibe ich positiv auf Gold, wie schon letzte Woche in meinem wikifolio nirvana golden nuggets  beschrieben: Vor zwei Wochen fand eine bedeutende Grundstoff Konferenz in Barcelona statt. Hier sprach neben den Goldunternehmen ebenfalls ein Sprecher des World Gold Council (WGC). Fazit seiner Rede war: "Gold goes from West to East". Weiterhin ungebrochen ist die Nachfrage aus den beiden wichtigsten Märkten China und Indien. Der WGC verwies ebenfalls darauf, dass neue Nachfrage geschaffen worden ist: So sei man bei japanischen Pensionskassen erfolgreich gewesen, dass Gold als Anlageklasse aufgenommen wird und auch in der arabischen Welt wurden Finanzprodukte auf Gold etabliert. Wie schon oft von mir beschrieben, sehe ich Chancen für einen steigenden Goldpreis. Neben Griechenland und Russland, ist vor allem der Währungskrieg (Abwertung vieler großer Währungen) zu nennen. Der Nachfrage von Schwellenländern und den Zentralbanken steht lediglich ein kleiner aber mächtiger "Interessenclub" um Goldman Sachs gegenüber.

Ebenfalls positiv bleibe ich für die US-Eisenbahnen. Das Sentiment hat sich durch Kohle und Öl leicht verschlechtert, gleichwohl sollte die Pricingpower weiterhin anhalten. Mit fast 30% Gewicht stellen die US-Eisenbahnen eine signifikante Wette dar. Gleichzeitig würde ich von einem schwächeren EUR profitieren, da die Gesellschaften keinen Währungseffekt haben und das USD-Engagement in Euro an Wert steigen würde.

Während die Kupferpositionen um Antofagasta und Glencore in die Stärke reduziert wurden, wurde die Position in South 32 aufgebaut. Der Spin-off von BHP wurde sukzessive gekauft. South32 generiert mit Silber, Kupfer, Zink, Kohle und Aluminium eine 5%ige Dividendenrendite, bei geringer Verschuldung und niedrigen Capex. Mittelfristig sollte South32 übernommen werden bspw. von X2 (CEO ist der vormalige CEO von Xstrata) oder Glencore. Die Bedeutung im australischen Index sollte ebenfalls steigen.

Die Aussichten für den Markt sind vor allem vor dem Hintergrund des Grexit schwierig einzustufen. Daher wird Kasse schaffen und Rückfahren des Investitionsgrades sicherlich ein Thema in den nächsten Wochen bleiben. Umgekehrt bin ich mit dem US-Expsoure und dem Gold- und Kupferengagements möglicherweise stärker abgesichert. Das generelle Ziel des Zertifikats 8-15% p.a. zu erzielen wird hier noch einmal bekräftigt.




Sonntag, 17. Mai 2015

Monatsbericht zum 16.05.2015 - wikifolio nirvana golden nuggets

Mein Zertifikat wikifolio nirvana golden nuggets hat im vergangenen Monat knapp 3% verloren. Es wurde lediglich ein Verkauf in Newmont getätigt, so dass der Investitionsgrad auf 93% (vorher: 98%)  gefalen ist.

Der Goldpreis konnte im Wochenverlauf vor allem aufgrund der Diskussion um Griechenland wieder über die Marke von 1.200 USD je Unze steigen. Ebenfalls positiv für die Notierung des Edelmetalls war der schwächere USD bzw. stärkere Euro. Ich würde einen Ausstieg Griechenlands aus dem Euro befürworten, nicht weil dann die nervigen Politiker Tsirpas und Co. weniger mediale Aufmerksamkeit bekommen und nicht weil der Griechenland Urlaub dadurch günstiger wird, sondern weil das ein wichtiges Zeichen für den Euro wäre. Wer schwindelt fliegt! Die Gemeinschaftswährung sollte hiervon profitieren und ebenfalls die Parteien in der Mitte - die spanische Podemus sollte sich das vor Augen halten.

Im Wochenverlauf fand eine bedeutende Grundstoff Konferenz in Barcelona statt. Hier sprach neben den Goldunternehmen ebenfalls ein Sprecher des World Gold Council (WGC). Fazit seiner Rede war: "Gold goes from West to East". Weiterhin ungebrochen ist die Nachfrage aus den beiden wichtigsten Märkten China und Indien. Der WGC verwies ebenfalls darauf, dass neue Nachfrage geschaffen worden ist: So sei man bei japanischen Pensionskassen erfolgreich gewesen, dass Gold als Anlageklasse aufgenommen wird und auch in der arabischen Welt wurden Finanzprodukte auf Gold etabliert. Wie schon oft von mir beschrieben, sehe ich Chancen für einen steigenden Goldpreis. Neben Griechenland und Russland, ist vor allem der Währungskrieg (Abwertung vieler großer Währungen) zu nennen. Der Nachfrage von Schwellenländern und den Zentralbanken steht lediglich ein kleiner aber mächtiger "Interessenclub" um Goldman Sachs gegenüber.

Im nachfolgenden soll ein kurzer Überblick über die Goldminen gegeben werden die auf der Konferenz präsentiert haben und Bestandteil des Zertifikates sind:

Barrick Gold: insgesamt war die Präsentation enttäuschend. Es wurden niedrigere Capex und die Reduzierung der Verschuldung um 3 Mrd. USD herausgestellt. Des Weiteren wurde vor allem auf zwei Projekte eingegangen, nämlich Cortez, Nevada und Pueblo Viejo, Dom. Rep. Aus meiner Sicht gefehlt haben Aussagen zum Kupferexposure, zu Synergien aus M&A und zu den Baustellen des Konzerns (Pascua Lama). Trotz hoher Förderkosten stellt das Unternehmen weiter Wachstum (Projekt Alturus) hervor, statt die Profitabilität zu erhöhen.

Genau dies war der Grundtenor von Gold Fields. Hier liegt der Fokus auf "margins not ounzes". Im Gegensatz zu den Mitbewerbern ist man nicht an Greenfield Projekten interessiert, sondern fokussiert sich auf die bestehenden Regionen (Australien und Westafrika). Die starke Bilanz - u.a. durch Verkäufe von anderen Minen - erlaubt eine stete Dividendenausschüttung. Als Priorität wurde der Turnaround der einzig verbliebenen südafrikanischen Mine South Deep genannt. Obwohl das Unternehmen das Megaprojekt Wafi Golpu, Papua nicht erwähnt hat, hat mir die Präsentation gefallen und ich würde hier die Position weiter ausbauen.

Wafi Golpu war dagegen ein Thema bei Newcrest. Das australische Unternehmen ist mit Gold Fields Eigentümer des Projekts. Gleichwohl ist man hier noch in der Phase von Machbarkeitsstudien. Die beiden wichtigsten Minen, die produzieren sind Lihir, PNG und Cadia, Australien. Newcrest hat unter den großen Goldminen die niedrigsten Förderkosten - auf Basis von all-in-sustaining-cost (AISC) - liegt man unter 800 USD je Unze. Gleichzeitig sind die ore bodies sehr groß und die Lebenszeit der Minen beträgt über 30 Jahre. Die Präsentation war sehr gut, Newcrest bleibt weiterhin ein Kaufkandidat.

Zwar hat mir Präsentation von Kinross nicht ganz so gut gefallen, allerdings spricht die relative Bewertung für das Unternehmen. Mit einem FCF-Yield von über 5% ist man in Vergleich gut unterwegs wird allerdings verglichen mit dem viermal kleineren Mitbewerber Eldorado (der keinen FCF verdient) ähnlich bewertet. Dieser massive Bewertungsabschlag ist in erster Linie auf die überteuerte Akquisition und die fehlende Exekution von Tasiast, Mauretanien zurückzuführen. Ebenfalls wenig förderlich ist das 20%ige Russland-Exposure. Gleichwohl sticht das Bewertungsargument heraus und ebenfalls das geografische Exposure - ein Großteil der Minen ist auf dem amerikanischen Kontinent. Aufgrund der Bewertung könnte Kinross ebenfalls ein Übernahmeziel werden. Die Position wird ebenfalls eher aufgebaut.

Fraglich ist wie ich diese drei Käufe funden werde. Die beiden Qualitätsunternehmen Goldcorp und Silver Wheaton kämen hierfür in Frage. Beide Präsentationen waren sehr gut, allerdings handeln die Gesellschaften auf einer Prämie zum Sektor.
Goldminen konnten in der Vergangenheit oft im dritten Quartal deutlich outperformen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies in diesem Jahr wieder der Fall sein wird, ist nicht schlecht. Die Unternehmen haben ihren Beitrag geleistet. Die Investitionen wurden zurückgefahren und die Kosten wurden angegangen. Gleichzeitig profitieren die Gesellschaften in Q2 (Quartalsberichte Ende Juli) vom niedrigeren Ölpreis und den schwächeren Währungen. Dementsprechend werde ich die Investitionsquote in den nächsten Wochen wieder hochfahren.

nirvana golden nuggets Chart

Sonntag, 10. Mai 2015

Monatsbericht zum 09.05.2015 - wikifolio nirvana special situation

Über die letzten vier Wochen konnte das Zertifikat wikifolio nirvana special situations fast 2,5% gewinnen. Dabei profitierte das Portfolio vor allem von der guten Performance von Cameco und der guten Entwicklung des Ölpreises – gleichwohl sind beide Positionen noch im Minus. Es wurden insgesamt vier Transaktionen durchgeführt. Zwei Verkäufen standen zwei Käufe gegenüber. Dabei wurde die Position Twitter nach der massiven Verfehlung der Quartalserwartungen neu aufgebaut. Der Investitionsgrad ist auf 90% gestiegen.

 Schwache China Daten, massive EZB Bondkäufe und gute Daten aus den USA waren der Cocktail für die Märkte in den letzten vier Wochen. Hervorzuheben waren gute US-Arbeitsmarktdaten am Freitag. Während ich zu Jahresbeginn von einem fast 5%igen GDP-Wachstum in den USA für Q1 ausgegangen bin, war das Wachstum mit rund 1% in Q1 doch ernüchternd. Zwar sollte das Momentum in Q2 zunehmen, allerdings ab Q3 wird der Vergleich schwieriger. Während diese Annahme (USA GDP-Wachstum) doch eher falsch war, war die Annahme die Zinsen werden in den USA später erhöht als bisher angenommen richtig. Ich hatte das damals vor allem auch über die Währung versucht zu erklären. Der EURO konnte in den letzten Wochen gegenüber dem USD von seinen Tiefstständen um 1,05 auf 1,13 wieder steigen. Gleichwohl profitierten die Rohstoffwerte und das Gold nicht auf die schwächere USD-Währung.  
 Problematisch bzw. chaotisch war die Situation an den Bondmärkten. Die Diskussion um Zinserhöhungen sollte sich zunehmend intensivieren. Dies lag nicht nur an dem hoffentlich bald stattfindeten Grexit. Nein, für ein erfolgreiches QE-Programm wird ebenfalls eine Phase von steigenden Zinsen gebraucht. Allerdings glaube ich weiterhin die Diskussion wird sich von hier intensivieren, aber die eigentlichen Zinserhöhungen kommen später.

Während sich die Frühindikatoren in den USA eher verschlechtern, kann der ifo über den Sommer vor allem durch das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland (Zinsen, Währungen, Vollbeschäftigung) weiter zur Stärke tendieren. Hiervon profitiert historisch-statistisch vor allem der Finanzsektor. Im Zertifikat habe ich die Position der Deutschen Bank. Zwar wurde diese in die Stärke leicht reduziert, allerdings liegt das Indexgewicht weiterhin bei 5%.
Die Deutsche Bank hatte in den vergangenen Wochen die Investoren zu einem Kapitalmarkt geladen. Hier wurde die Abspaltung der Postbank und stärkere Fokussierung auf das Investmentbanking bekanntgegeben. Den Schritt begrüßt der Markt, allerdings ist das Hauptproblem der Bank die stetige Klagewelle und die damit verbundenen Strafzahlungen. Ich werde wahrscheinlich keine weitere Position im Bankenbereich aufbauen. Da ich die Anzahl der Wetten eigentlich reduzieren will (was diesen Monat durch die neue Position Twitter nicht funktioniert hat!).

Durch den Demerger von BHP und South 32 wird am 18.05 eine weitere Position im Zertifikat geführt. Wobei ich die Aussichten von South 32 kurzfristig negativ aber mittelfristig sehr positiv sehe. Unter South 32 werden die Industriemetalle von BHP geführt. Das Unternehmen geniert über 1 Mrd. USD free cash flow, zahlt eine Dividende von 5% und das obwohl die meisten Rohstoffe derzeit auf niedrigem Niveau handeln. Des Weiteren kann die Gesellschaft als Übernahmekandidat gesehen werden. Lediglich die fehlende Indexbedeutung ist kurzfristig problematisch.     

Während BHP einerseits durch den Merger im Fokus meiner Aufmerksamkeit liegt, profitiert die Gesellschaft ebenfalls vom besseren Momentum beim Ölpreis. Eine weitere Position im Zertifikat, die von steigenden Ölnotierung – durch die saudische Preiserhöhung und der Krise auf der arabischen Halbinsel – profitiert, ist das ETF auf Öl. Gleichwohl muss man schon festhalten, die Lagerbestände sind hoch, Libyen kommt teilweise wieder zurück und sollten die Verhandlungen mit dem Iran erfolgreich sein, käme ein Schwergewicht mit zusätzlicher Produktion zurück. Insgesamt glaube ich an eine Erholung des Ölpreises in den Bereich dreistelliger Preisnotierungen, allerdings in einer sogenannten W-Formation. Diese Annahme fußt vor allem auf die hohen Läger und den hohen Anteil an US-Öl welches gehedged verkauft wurde.    
Besonders spannend sollte der Mai für Bougainville werden. Hier steht ein Referendum zur Unabhängigkeit an, welches am 11.05 startet und das Ergebnis am 8.06 bekanntgegeben werden soll. Sollte der amtierende Präsident Momis die Wahl gewinnen, wird hoffentlich die Diskussion um eine Wiedereröffnung der Mine intensiviert. Ab 2017 sollte der Kupfermarkt massiv ins Defizit gehen.

Allerdings will ich nicht nur Grundstoffe im Portfolio haben, sondern auch andere Bereich, wie bspw. Technologie. Mit Micron und Twitter sind nun zwei Positionen vertreten. Allerdings wären Werte wie Zalando oder Rocket Internet ebenfalls mögliche Kaufkandidaten. Hier steht im Vordergrund das enorme Wachstum. Hohes Wachstum in einer Welt, welche mit niedrigem Wachstumsraten aufwartet, sollte eigentlich ganz gut sein.
In den nächsten Wochen will ich den Investitionsgrade weiter reduzieren.

nirvana special situations Chart

Sonntag, 26. April 2015

Monatsbericht vom 26.04.2015 - wikifolio nirvana global resources

Mein Portfolio wikifolio nirvana global resources konnte über die letzten vier Wochen rund 6% an Wert gewinnen. Die positive Performance kam vor allem durch Bougainville, durch Kupferexposure und Cameco. Im Zeitraum wurde vier Transaktionen – zwei Käufe und zwei Verkäufe – durchgeführt. Der Investitionsgrad ist leicht auf 93% (alt: 98%) gefallen.

Der vergangene Monat war recht ereignisreich, dies lag vor allem an der Veröffentlichung der Produktionszahlen der großen diversifizierten Minenunternehmen. Die Produktionszahlen von BHP, Rio und Vale waren leicht unter den Erwartungen. Eisenerz war geprägt von einem massiven Ausbau, der nur teilweise verlangsamt wird (durch BHP) und von inline Kupferergebnissen.

Mit der Kupfermesse CESCO in Santiago de Chile wurde nochmals auf das sich bessernde Umfeld bei Kupfer hingewiesen. Keine nennenswerten neue Projekte für 2017, stetige Nachfrage – aus den Schwellenmärkten strukturelle Nachfrage – und aktuelle Incentivpreise rechtfertigen keine neuen Projekte. Daher sollte der Kupferpreis in den nächsten Jahren eher steigen. 32% des Portfolios ist in Kupferunternehmen investiert hinzukommen noch Anteile aus BHP und Anglo.

Auch in Zukunft bleibt Kupfer stark im Portfolio gewichtet. Dies liegt auch an der Position Bougainville. Hier sieht das Orderbuch wieder besser aus. Die Aktie konnte nach massiven Kursverlusten (wahrscheinlich durch short selling) seit Jahresanfang fast 50% in Euro an Wert gewinnen. Mit den kommenden Nachrichten: Mai: Wahl der neuen Regierung – sollte Momis gewinnen, will dieser im Juni mit Rio Tinto über eine Neueröffnung verhandeln. Der kleine Inselstaat Bougainville, braucht die Mine um selbständig zu sein. Gleichwohl will man nicht mit Rio Tinto (dem größten Aktionär von Bougainville Copper) verhandeln, da der Konzern für Menschenrechtsverletzungen verantwortlich gemacht wird. Dummerweise im jetzigen Umfeld gibt es nur wenige Gesellschaften, die die Investitionen von 4 Mrd. USD finanzieren können. Bei Wiedereröffnung ist eine Verzehnfachung darstellbar.

Ebenfalls sehr positiv wird das Uranumfeld gesehen. Hier war die wichtigste Nachricht im Monatsverlauf, das Japan um die Sendai Regionen wahrscheinlich demnächst AKWs wieder hochfährt. Meine Position Cameco in diesem Segment ist mittlerweile mit 20% sehr groß, allerdings werden die Aussichten ebenfalls sehr positiv gesehen.

Als alter Goldbulle verzweifele ich langsam an der Goldposition. Im Wochenverlauf war dieser wieder schwächer, obwohl die Rahmenbedingungen für Gold sprechen. Neben Krisen und asiatischer Nachfrage ist die Entwicklung der Währungskurse (starker USD) wichtig. Ein schwacher USD ist meist positiv für die Rohstoffe, gleichwohl muss man sagen, dass das gegenwärtige Umfeld ideal für nicht US-Miners ist. So können bspw. südafrikanische Goldminenproduzenten sich über einen um rund 5% gestiegen Goldpreis (in ZAR) seit Jahresbeginn freuen, während ein Großteil der Kosten in lokaler Währung anfällt. 31% des Zertifikates sind in Goldaktien.

Die Positionierung erachte ich derzeit als vorteilhaft. Gold sollte nicht mit dem Markt korreliert sein und von einem stärkeren USD profitieren. Kupfer ist eine strukturelle Geschichte und Uran sollte ebenfalls nur bedingt mit dem Gesamtmarkt korreliert sein.    

Insgesamt sollen die Wetten weiter fokussierter werden, in diesem Zusammenhang wurde die Positionen Vale und Panoramic Resources geschlossen. Die Aussichten für das Zertifikat werden neutral eingeschätzt. Spannend bleibt wie die Aktien-Leitkonference von Merrill Lynch Mitte Mai aufgenommen wird. Die Struktur sollte sich konzentrierter darstellen.  
 
 
nirvana global resources Chart

Sonntag, 19. April 2015

Monatsbericht zum 19.04.2015 - wikifolio nirvana absolute return


Der heutige Monatsbericht beschreibt mein wikifolio nirvana absolute return. Im Zertifikat wurden in den letzten vier Wochen 9 Transkationen durchgeführt. Sechs Käufen standen drei Verkäufe gegenüber. Vor allem kleinere Positionen (Deutsche Börse, Vale) wurden abgebaut und eine Sektorrotation in Richtung US-Eisenbahnen und Goldcorp gedreht. Die Monatsperformance lag bei über 0%. Das Zertifikat notiert aktuell nahe dem Rekordniveau, was im Monatsverlauf aufgestellt wurde. Die Investitionsquote ist trotz Übergewicht an Käufen auf 89% (von 90%) gesunken.
Die Märkte waren im Zeitablauf auf Konsolidierungsmodus. Zwar werden in Deutschland die Wachstumsraten nach oben angepasst und auch die Amerikaner bringen in Summe eher positive Nachrichten, allerdings braucht der Markt möglicherweise mal eine Verschnaufpause, da Werte wie BASF, Deutsche Börse und Adidas seit Jahresanfang bereits über 30% an Wert gewonnen haben. Erschwerend kommt hinzu, dass der alte Spruch „sell in May and sail away“ auch dieses Jahr wieder gelten kann.

Gründe für eine Verschlechterung gibt es einige. So hat Nestlé mit Vorlage der Q1-Zahlen gezeigt, dass das Wachstum in den Schwellenmärkten deutlich unter den historischen Niveaus liegt. Die beiden zu erwähnenden Länder sind Russland und Brasilien, also rund 500 Mio. potenzielle Kunden. Während Südamerika zunehmend wirtschaftliche Schwierigkeiten aufweist (Venezuela, Brasilien, Argentinien) sind die Probleme Russlands vor allem auf die Politik einhergehend mit den Sanktionen zu sehen. Mit der Performance von Nestlé bin ich sehr zufrieden, ich sehe nicht unbedingt den Bedarf den Wert zu verkaufen, allerdings kann ich die Position aus Compliance Gründen nicht zukaufen, so dass ich hier wahrscheinlich bei der Position bleibe.

Ebenfalls ein interessantes Phänomen ist China, obwohl der Aktienmarkt in den letzten Quartalen um 140% gestiegen ist, kommt das Wirtschaftswachstum zurück und die ebenfalls können die Rohstoffe nur bedingt performen. Dies betrifft vor allem meine Rohstoffaktien, allen voran BHP und Vale (letzterer wurde im Monat verkauft). Die beiden anderen Werte Antofagasta und Glencore haben einen höheren Kupferanteil. Kupfer wird positiv gesehen, so dass ich mit der Performance zufriedener bin.

Ein weiteres Thema ist die politische Einheit Europas. Griechenland wird hoffentlich bald aus dem Euro ausgeschlossen. Wer mit Statisken „beschei…“ und sich dann aufführt wie Tsirpas und Varoufakis der hat es verdient aus der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden. Natürlich trifft es nicht die populistischen Politiker, sondern das Volk, gleichwohl hat diese Bevölkerung jahrelang unfähige Politiker gewählt, die es bis heute nicht schaffen Steuern einzutreiben und Reformen durchzuführen. Mit Blick auf Spanien und Großbritannien kann man nur Hoffen, dass die Wähler dort vernünftiger sind. Die Auswirkungen eines Grexit sollten verkraftbar bleiben, gleichwohl wird die Diskussion um diesen Anlegern Gewinnmitnahmen erleichtern.

Aufgrund der hohen Bewertung vieler Dividendenwerte fehlt es mir zunehmend schwierig neue Positionen aufzubauen. Ein Bereich, wo das Dividendenniveau recht bescheiden ist, ist Gold. Der Goldpreis hält sich gut – obwohl gemessen an den Krisen und der asiatischen Nachfrage handelt der Gold zu niedrig. Mit Goldcorp wird das führende Unternehmen weiter ausgebaut. Der Zielkurs wird bei um die 35 CAD gesehen. Das Gewicht der Position liegt aktuell bei 12%. Ein weiterer Kandidat für das Zertifikat könnte Northern Star sein, hier die zu erwartende Dividendenrendite bei rund 5% und das KGV ist deutlich einstellig. hinzu kommt, dass die Gesellschaft mit USD-Einnahmen und AUD-Ausgaben von der aktuellen Währungssituation profitiert.

Ebenfalls hoch gewichtet ist der Sektor der US-Eisenbahnen. Hier war die Nachrichtenlage schwierig. Einerseits hat Norfolk Southern eine Gewinnwarnung ausgesprochen (zuerst wurde die Position verkauft und anschließend auf niedrigerem Niveau wieder einzusteigen), dann hat der direkte Mitbewerber CSX verhältnismäßig gute Zahlen vorgelegt. Die wichtigsten Merkmale von CSX waren: Dividendenerhöhungen, neues Aktienrückkaufprogramm, überschaubare Capex und ein zweistelliges Gewinnwachstum. Ein ähnliches Bild erwarte ich von der Position Union Pacific, diese legt in der nächsten Woche ihre Q1-Zahlen vor.

Die US-Berichtsaison hat über Erwartungen begonnen – vor dem Hintergrund des starken USD ist dies verwunderlich. Umgekehrt zeigen die Europäer (ex Schweiz) deutliche Währungsgewinne, so dass die hiesige Berichtssaison wahrscheinlich sehr gut wird. Gleichwohl werden gute Ergebnisse tendenziell dazu genutzt die Positionen zu reduzieren und den Investitionsgrad Richtung 70% zu bringen. Die Struktur wird dann wahrscheinlich Kupfer, US-Eisenbahnen und Gold sein. Das generelle Ziel des Zertifikats 8-15% p.a. zu erzielen wird hier noch einmal bekräftigt.


nirvana absolute return Chart

Sonntag, 12. April 2015

Monatsbericht zum 12.04.2015 - wikifolio nirvana golden nuggets

Mein Zertifikat wikifolio nirvana golden nuggets hat im vergangenen Monat knapp 11% gewonnen (vomonat -15%), Grund hierfür war der höhere Goldpreise und die gute Performance der Goldminen.  Die Position Hebelprodukte auf den steigenden Goldpreis war im Monat nicht im Zertifikat enthalten. Der Investitionsgrad liegt aktuell bei 98%. Es wurde ein Kauf in DRD Gold getätigt.

Der Goldpreis konnte im Monatsverlauf wieder Richtung 1.200 USD je Feinunze klettern. Nach wie vor sind es vor allem US-Daten die den Goldpreis verändern. So schreibt Goldreport.de „Erneut waren es die Arbeitsmarktdaten in den USA, die den Goldpreis an einem Freitag deutlich unter Druck brachten. Die neu geschaffenen Stellen lagen bei 295.000 im Februar, erwartet wurden lediglich 235.000 – 240.000 neue Stellen. Die „großen Spieler” an der Terminbörse nutzten diese Chance, um den Goldpreis erneut nach unten zu pressen. Die Argumentation war erneut, dass mit dem starken Arbeitsmarkt eine Zinserhöhung der FED im Sommer 2015 sehr wahrscheinlich wird.“ Ich vertrete schon seit Jahresbeginn die Meinung, dass die FED die Zinsen eher später anhebt und begründe dies vor allem mit der Währungssituation. Der Autor von Goldreport.de bewertet die wirtschaftliche Situation der USA mit folgenden Punkten:

 „ 1. Das Lohnniveau ist nur minimal um 0,03 USD auf 24,78 USD pro Stunde gestiegen: Die erhoffte Lohninflation blieb aus
2. Arbeitsmarktdaten sind ein stark nachlaufender Wirtschaftsindikator
3. Der Anteil des amerikanischen Volkes, welcher am Arbeitsmarkt aktiv teilnimmt (nach Stellen sucht = labor participation rate) fällt seit dem Jahre 2000 weiter deutlich ab:

4. Die Gesamtinflation befindet sich weit vom FED-Ziel bei 2,00% entfernt
5. Erhöht die FED die Zinsen, während weltweit die Zinsen weiter gesenkt werden, Negativzinsen eingeführt werden und geldpolitische Lockerungen durchgeführt werden, so würde dies den US-Dollar weiter stärken und die US-Wirtschaft in Gefahr bringen“

Auch die Geopolitik vor allem um Russland sollte eigentlich dem Goldpreis helfen - scheint aber nur bedingt im Goldpreis reflektiert. Die Währungssituation spricht weiter für Minen in nicht USD-Regionen. Diesem Trend wird im Portfolio noch nicht in genüge Rechnung getragen. Dementsprechend sollen vor allem Positionen in Australien und Südafrika aufgebaut werden.

In diesem Zusammenhang ist vor allem Newcrest zu nennen. Das Unternehmen hat im Monatsverlauf die Position an Evolution Mining reduziert und eine Genehmigung für die Mine Cadia East erhalten. Die Position ist aktuell 12% groß und konnte seit Aufnahme rund 37% an Wert gewinnen.

Ebenfalls ein interessanter Wert ist Anglogold, zwar ist die Position (13%) aktuell noch mit 20% im Minus, gleichwohl produziert die Gesellschaft weiter positive Nachrichten, wie bspw. den Verkauf der Minen in den USA und Mali. Bisher hat der Wert vor allem den Mitbewerber Goldfields deutlich underperformt.

Für die kommenden Monate bleibe ich eher positiv und schliesse mich der Meinung von Goldreport.de an: „Was wir am Freitag gesehen haben, war das Nutzen einer Chance (Arbeitsmarktdaten als Grund) für die COMMERCIALS, die großen Short-Positionen zu decken und die spekulativen Long-Positionen der Spekulanten einzustampfen.

Es wurden am Freitag mehr als 204.000 Kontrakte gehandelt, was dem höchsten Tagesumsatz seit Ende Januar 2015 entspricht. Es ist daher davon auszugehen, dass die aktuell vorliegenden COT-Daten (Analyse folgt anschließend) bereits deutlich überholt sind.

Ich gehe davon aus, dass am Freitag weitere Short-Eindeckungen der COMMERCIALS (Reduzierung der Netto-Short-Position) erfolgt sind und viele spekulative Anleger aus dem Lager der großen Spekulanten Long-Positionen verkauft und Short-Positionen aufgebaut haben.

Die FED wird die Arbeitsmarktdaten mit Sicherheit in ihre Beschlüsse einbeziehen, darin besteht keine Frage. Doch die US-Notenbank hat mehr im Sinn, als sich nur auf den Arbeitsmarkt zu fokussieren.

Das wichtigste Ziel ist es, eine Inflation in den USA von mindestens 2% zu schaffen. Die aktuell bestehenden deflatorischen Tendenzen in den USA und weltweit sind traditionell die größten Feinde einer Notenbank. Aktuell exportieren Länder wie Japan oder wir Europäer unsere Deflation in die USA. Verstärkt wird dies durch den Zinsvorteil in den USA. Dieser zieht Kapital in den US-Dollar-Raum und lässt den US-Dollar weiter steigen.

Die Amerikaner bekommen seit Monaten die Früchte ihrer initiierten lockeren Geldpolitik wie einen Bumerang zurückgespielt, was sie nicht lange erlauben und ertragen werden können!"
Natürlich bin ich mit der Performance des Goldzertifikats nicht zufrieden, allerdings sollte die Zukunft besser werden. Makroökonomisch spricht viel für einen höheren Goldpreis. Sei es die „Politik des billigen Geldes“, sei es die Nachfrage aus Asien, sei es mittelfristig aufkommende Inflationserwartungen. Die Unternehmen dagegen profitieren von günstigeren Produktionskosten (Stichwort: schwächere Währungen, Treibstoff) und reduzierten Investitionsplänen.


nirvana golden nuggets Chart