Sonntag, 9. Februar 2014

Restliche Wochenberichte zum 09.02.2014 der wikifolio nirvana Zertifikate

Wochenbericht zum 09.02.2014

Mein Zertifikat nirvana absolute return  konnte im Wochenverlauf trotz fallender Märkte stabil. Der Investitionsgrad liegt weiterhin bei 98%. Insgesamt ein Trade wurde getätigt: Der Kauf von weiteren BHP Aktien.

Die Schwäche an den Märkten hielt bis zur EZB Entscheidung an, danach stiegen die Märkte. Fraglich wird die chinesische Nachfrage nach dem Neujahrsfest sein. Sollten Indikationen zeigen, dass die Chinesen weiterhin ein Wirtschaftswachstum von über 7,5% halten können, sollten die Märkte steigen. Eine Indikation könnten die Rohstoffdaten werden. Hier sehe ich positives Überraschungspotenzial.

Daher bleiben Rohstoffwerte im Zertifikat übergewichtet. Sowohl Glencore als auch BHP sind stark gewichtet. Problemkinder bleiben ENI und Sanofi. Sanofi kam im Wochenverlauf mit einem schwächeren Ausblick. Der kommenden Ergebnissaison sehe ich eher positiv gegenüber. Gleichwohl wird der Investitionsgrad sukzessive zurückgefahren.    

An der Zielsetzung 5% Gesamtperformance in Q1 wird weiterhin festgehalten. Dementsprechend werde ich den Investitionsgrad bspw. über den Verkauf von Ölunternehmen in eine Marktstärke reduzieren. Information über Trades werden von mir derzeit per Twitter unter dem Account wikifolio nirvana verschickt, gerne kann man mir folgen.
 
Wochenbericht zum 07.02.2014
Mein Zertifikat nirvana golden nuggets  konnte im Wochenverlauf rund 100 BP zulegen. Der Investitionsgrad liegt weiterhin mit 20% sehr niedrig. Insgesamt wurden fünf Verkäufe vorgenommen, die im Wesentlichen „Gewinnmitnahmen und Kasse schaffen“ waren.
Der Goldpreis zeigte auch im Wochenverlauf wieder Stärke. Gründe hierfür waren (1) die schlechten Arbeitsmarktdaten aus den USA und (2) das nichts-tun der EZB bzw. die mögliche Annahme die EZB wird bei der nächsten Sitzung etwas machen. 
Bei Goldcorp sollten die nächsten Wochen spannend werden. Hier stellt sich die Frage: Wird man das Angebot für Osisko Gold erhöhen: ja oder nein – meiner Meinung nach ja – allerdings auch mit einem um 20% höheren Angebot wäre der Deal für Goldcorp noch positiv. Man gewänne ein produzierendes Asset in Kanada für einen sehr attraktiven Preis (bisher für den günstigsten Preis der Dekade!). 
 
Obwohl zunehmend die Saisonalität gegen den Goldsektor spricht, erscheint der Markt sehr fest. Ich bleibe bei meiner Aufstellung und sehe mittelfristig sehr goldigen Zeiten entgegen. Trotz der guten Aussichten wird der Investitionsgrad nicht erhöht, da ich vorher gerne in das Zertifikat investieren möchte und mir jetzt nicht die Kurse hochtreibe will. Durch Probleme von wikifolio dauert allerdings die Freischaltung diesmal sehr lange. Information über Trades werden von mir derzeit per Twitter unter dem Account wikifolio nirvana verschickt, gerne kann man mir folgen.

Wochenbericht vom 09.02.2014 - wikifolio nirvana special situations

Trotz Verluste im DAX war die Performance im wikifolio nirvana special situations stabil im Wochenverlauf und das obwohl die Investitionsquote bei hohen 94% lag. Es wurden zwei Trades im Wochenverlauf durchgeführt: Jeweils einen Verkauf in Wacker Chemie – nachdem dieses Unternehmen mit guten Zahlen kam und die Erwartung deutlich übertroffen hat. Die realisierte Performance war zwar nur rund 3%, allerdings wurden die Aktie auch nur spekulative auf die zu erwartende Ankündigung gekauft. Anders verhält es sich bei dem zweiten Teilverkauf. Hier wurde Lanxess mit rund 10% Gewinn in die Stärke verkauft. Sukzessive soll die bis dato größte Position des Zertifikats  in die Stärke reduziert werden. Das Kursziel wird bei 56 EUR gesehen.


Insgesamt wird der Markt trotz Schwäche weiterhin positiv gesehen – zumindest für die anstehende Ergebnissaison. Mit der EZB Entscheidung (nichts zu Tun) und den kommenden Kommentaren von Frau Yellen (FED) sollten die Märkte von hier wieder eher steigen. Was man auch daran sieht, dass gerade high Beta Stocks zum Wochenende wieder an Stärke gewinnen konnten (bspw. Lanxess, Klöckner).

Dem Portfolio kommt der hohe Anteil von Goldminen zu Gute. Wie schon an anderer Stelle beschrieben, stehe ich dem goldenen Edelmetall sehr positiv gegenüber, was auch mit der dramatischen Underperformance der letzten Jahre und der zunehmenden Angst um Schwellenländer erklärt werden kann. Gleichwohl will ich in diesem Portfolio in den nächsten Wochen stärker auf M&A spekulieren.

DA M&A vor allem in Grundstoffsektor weiter zunimmt und immer mehr Investoren (bspw. Private Equity und chinesische Staatsunternehmen) sich den Sektor anschauen. Bisher habe ich lediglich Arafura Resources und Klöckner  im Portfolio. Allerdings würde in diesen Kontext auch Bougainville und Leighton passen.  Bei einem weiteren Wert bin ich im Prozess der Due Dilligence, hierbei würde es sich um einen Kaliproduzenten handeln. Allerdings brauche ich für solche Investments noch eine größere Kasse, die aus den anderen Positionen kommen muss.


Daher werde ich in die Stärke versuchen Gewinne zu realisieren und in kleinere Werte dann zu reinvestieren. Die Aussichten werden positiv eingestuft. Auch für manche Schwellenländer – im Zertifikat sind derzeit Thailand und Korea enthalten. Über Trades informiere ich gerne per Twitter. Mein Account dort heißt wikifolio nirvana: über Folger freue ich mich sehr. 

Freitag, 7. Februar 2014

Wochenbericht zum 07.02.14 - wikifolio nirvana global resources


In der vergangenen Woche konnte mein Portfolio nirvana global resources in einem fallenden Markt eine stabile Entwicklung aufweisen. Der Investitionsgrad bleibt mit 96% weiterhin sehr hoch.  Im Wochenverlauf wurden keine Transaktionen vorgenommen.
 

Was ist diese Woche geschehen?

In China standen die „Bänder“ still im Rahmen der Ferien um das chinesische Neujahresfest. Es wird nun spannend in welchem Umfang die chinesische Wirtschaft wachsen wird und wie sich dieser „Motor“ auf die Rohstoffnachfrage auswirkt. Meine Vermutung ist Eisenerz und damit einhergehend die Stahlproduktion werden leicht abnehmen. Während die Musik vor allem bei Kupfer spielen wird. Hier könnte es neben der Nachfrage noch einen positiven Lagereffekt geben.

 Mit ArcelorMittal hat diese Woche das weltweit größte Stahlunternehmen berichtet. Insgesamt waren die Zahlen nur bedingt berauschend. Das 2013er EBITDA liegt bei knapp 7 Mrd. USD und für 2014 wird ein Gewinn von 8 Mrd. USD prognostiziert. Eigentliche müsste die Company rund 13 Mrd. USD verdienen, um die Kapitalkosten zu verdienen. Die geringere Nettoverschuldung (ca. 16 Mrd. USD) und das stärkere erste Quartal dürften für die positive Kursreaktion verantwortlich gewesen sein. Ich denke das Sentiment für europäische Stahlwerte bleibt aufgrund (1) steigender Preise und (2) einer besseren Nachfrage für Q1 positiv. Auch spricht für die Werte, dass sie high-beta Stocks sind und so in einem steigenden Markt (Annahme für die nächsten Wochen!), eine schöne Rendite bringen können. Ich habe im Portfolio Klöckner, die vor allem von den steigenden Preisen profitieren sollte.

Im Zuge schwächerer Arbeitsmarktdaten und der EZB-Entscheidung (nichts zu machen) war Gold wieder ein Outperformer, was u.a. dem Portfolio über die Goldminen zu Gute kam. Die bis dato Währungsbelastung aus den Schwellenländern hat im Wochenverlauf ein wenig nachgelassen. Nichts desto trotz sind vor allem südafrikanische Minen – trotz schwierigen gewerkschaftlichen Umfeldes – die Gewinner. Allen voran Sibanye (die leider immer noch nicht von L&S angelegt wurde!) und Anglo American.  

Eine nette Story habe ich bei Bloomberg über den Grundstoffsektor lesen dürfen. Ehemalige Größen der Industrie (Mick Davis, vormaliger CEO von Xstrata, Aaron Regent, vormaliger CEO von Barrick Gold) sammeln Geld u.a. mit Private Equity ein um große Projekte von den diversifieds zu kaufen. Ich bin ebenfalls wie die genannten Personen sehr positiv auf die mittelfristigen Chancen des Sektors. Daher würde ich mich über M&A freuen. Groß in der Presse wird derzeit das Projekt Las Bambas diskutiert. Hierbei handelt es sich um ein peruanisches Kupferprojekt von Glencore (Produktionskapazität ca. 400k p.a.). Sollte der Deal erfolgreich sein, würde dies die Bilanz von Glencore um bis zu 8 Mrd. USD verbessern. Glencore ist Bestandteil des Portfolios.   
 
Auch wenn in dieser Woche keine Trades durchgeführt wurden, können Sie Information über kommende Transaktionen jederzeit per Twitter unter dem Account wikifolio nirvana erhalten, gerne kann man mir folgen.

Dienstag, 4. Februar 2014

Falsche Positionierung ???

Was ein Start in den zweiten Handelsmonat, Februar. Die Märkte verlieren, weil die Schwellenländer auf schwache Währungen reagieren?

Ja, einerseits verständlich, weil die Wachstumsdynamik aus der Umsatzbetrachtung geht und gleichzeitig noch durch den Währungseffekt verwässert wird. Aber die Währungen sind schon seit geraumer Zeit schwach. Auch dass, einige Schwellenländer nicht gerade demokratisch sind (Ukraine, Russland) ist bekannt. Die Probleme in Thailand oder der Türkei sind schon mindestens seit zwei Monaten in den Zeitungen. Und Argentinien ist ein hoffnungsloser Kandidat.


Was erklärt die Schwäche der Märkte noch?

  • Ein extrem schwacher PMI in den USA...Ja vordergründig war das Wetter an diesem Schuld, aber auch das Niveau war schon recht hoch. Bei so einem hohen Niveau kann es immer wieder Rücksetzer geben.
  • Am Freitag enttäuschten vor allem Einzelhändler in den USA - WalMart, Amazon.com und Co..Was nicht für einen starken Konsumenten spricht. Ebenfalls sind die Frachtvolumen sowohl See als auch Air kein Zeugnis von großer Zuversicht. Ein Aufschwung ohne US-Konsument ist schwer vorzustellen.
  • Die Qualität der Gewinne in der angelaufenen Berichtssaison verschlechtert sich, so gesehen bei Exxon, Münchner Rück, u.w.. Auch die Mär, dass die meisten Unternehmen besser berichten, ist nur bedingt richtig, da ca. 100 Unternehmen im S&P 500 im Vorfeld eine Warnung ausgesprochen haben und lediglich dass Niveau der Guidance nach der Warnung übertreffen, so geschehen bei Nucor.
  • Die Sitzung der EZB steht am Donnerstag an und wie schon so oft, wollen die Märkte den Druck auf die Notenbanken erhöhen...Die einzige Zentralbank, die die Schleußen noch nicht voll geöffnet hat, ist die EZB...Mal sehen ob es was bewirkt. 
    
Was denke ich sollte man nun machen?

Am Ende des Tages leben wir derzeit in einer Welt der expansiven Geldpolitik. Niedrige Zinsen und fehlenden Alternativen sprechen weiterhin für Aktien. Zwar werden die Gewinne nicht mit der Kursperformance nachkommen, aber die Multiplebewertung ist noch nicht übertrieben. Daher wird es wohl zu einer Multipleausweitung kommen. Aktuell bin ich mit Ausnahme des Goldportfolios fast zu 100% investiert - ja sicherlich zu früh, aber immer noch rechtzeitig um von einer Erholung zu profitieren. Den Dividendenniveaus und das Anziehen der Wirtschaft in Europa sprechen für die Aktie.....  


Fokus auf Rohstoffaktien https://www.wikifolio.com/de/NIRVANA1

Fokus auf Dividendentitel https://www.wikifolio.com/de/NIRVANA3

Fokus auf Special Situations https://www.wikifolio.com/de/NIRVANA2

Fokus auf Goldminen https://www.wikifolio.com/de/NIRVANA4
 



   

Sonntag, 2. Februar 2014

Wochenbericht zum 02.02.2014 - wikifolio nirvana absolute return

Mein Zertifikat nirvana absolute return  konnte im Wochenverlauf rund 150 BP zulegen. Der Investitionsgrad liegt nunmehr bei 98% (Wochenbeginn unter 90%). Insgesamt standen zwei Verkäufen acht Käufe gegenüber. Mit der kleineren Korrektur wurden vor allem  bestehende Positionen (Deutsche Post und Deutsche Börse) wieder ausgebaut.

 

Die Verkäufe bezogen sich ausschließlich auf LVMH, die nach Vorlage der Q4-Zahlen in einem schwachen Markt recht deutlich an Wert gewinnen konnten. Daher habe ich hier die erste Position mit rund 5% Kursgewinn realisiert. Weiterhin die einzige Position, die mir nicht gefällt ist Sanofi. Obwohl von Dividendenrendite und Upside nach DCF, die Aktie einerseits in das Portfolio passt, andererseits eigentlich aufgestockt werden müsste, will ich dies vor den Q4-Zahlen am 06.02.14 nicht machen.

 

Warum der hohe Investitionsgrad?

Weiterhin glaube ich an einen starken Aktienmarkt bis Ende Q1, daher sehe ich die Schwächephase ausgelöst durch die Schwellenländer als Möglichkeit Positionen wieder auszubauen. Die Bewertung der Unternehmen ist noch nicht teuer. Gleichzeitig sollten die Unternehmen im Portfolio ein stetiges Gewinnwachstum zeigen können und aktuell gibt es mit Ausnahme der Schwellenlandwährungen noch keinen Grund die Gewinne für 2014 stark nach unten zu revidieren. Die attraktive Dividende – die teilweise angehoben werden sollte (Deutsche Post?) - steht dem unattraktiven Zinsniveau gegenüber, was bei einigen Werten zu einer Multipleausweitung führen sollte. Auch ist die Verschuldung bei den meisten Unternehmen recht niedrig (Ausnahme: Glencore und Leighton).         

 

Das Hauptrisiko bleibt die Unsicherheit der Währungen und da dieses Portfolio vor allem eurolastig ist, der starke Euro. Dies gilt aber nicht für die Rohstoffwerte (ca. 25% des Portfolios), da diese Gesellschaften derzeit vor allem von den schwachen Rohstoffwährungen (CAD, AUD, ZAR) auf der Kostenseite profitieren. Vor diesem Hintergrund wurde die Position an Glencore nochmal ausgeweitet. Folgende Punkte sprechen aus meiner Sicht neben der Währungen für Glencore: (1) hohes Kupferexposure (allen voran gute Produktion in Collahuasi), (2) weitere Synergien aus dem Xstrata-Merger in Zink, Nickel und Kupfer, (3) der Verkauf von Las Bambas (Gesamteffekt auf Cash ca. 9 Mrd. USD) und (4) der Wille die eigene Bewertung bspw. über Dividendenankündigungen zu erhöhen, um die eigene Aktie als Akquisitionswährung einzusetzen.   

 

Was für die Minenunternehmen gilt - ist nicht 100%ig auf die Ölunternehmen (ca. 15% des Portfolios) zu übertragen. Hier enttäuschte vor allem Shell mit der Vorlage der Q4-Zahlen (wie wahrscheinlich auch der gesamte restliche Sektor in den nächsten Tagen). Im Umfeld weiter sinkender Ölpreise ist die aktuelle Gewichtung trotz des DCF-Upsides bei ENI (ca. 20% Kurspotenzial) möglicherweise zu hoch.

An der Zielsetzung 5% Gesamtperformance in Q1 wird weiterhin festgehalten. Dementsprechend werde ich den Investitionsgrad bspw. über den Verkauf von Ölunternehmen in eine Marktstärke reduzieren. Information über Trades werden von mir derzeit per Twitter unter dem Account wikifolio nirvana verschickt, gerne kann man mir folgen. Ebenfalls habe ich unter der Seite wfnirvana.blogspots.com einen Blog eingerichtet.   

Samstag, 1. Februar 2014

Wochenbericht zum 01.02.14 - wikifolio nirvana special situations

In der vergangenen Woche konnte mein Portfolio nirvana special situation fast 3% steigen. Grund für diese starke Performance waren vor allem die Gewichtung in Lanxess, Leighton und den Goldminen. Der Investitionsgrad liegt bei 99%. Im Wochenverlauf wurden lediglich zwei Trades durchgeführt. Lanxess wurde in die Kursstärke am Montag (nach Ankündigung eines neuen CEOs) teilweise wieder verkauft. Wacker Chemie dagegen wurde gekauft, in der Hoffnung, dass das Unternehmen aufgrund der hohen Auslastung und den damit verbundenen operativen Leverage nächste Woche mit einer positiven Gewinnwarnung kommt.

 
Thema der Woche war neben der FOMC-Sitzung, die schwachen Währungen der Schwellenländer. Im Zuge des Verfalls der eigenen Währungen erhöhten in den letzten Tagen Argentinien, Brasilien, Südafrika, Indien und Ungarn die Zinsen. Den größten Zinsschritt konnte man allerdings in der Türkei sehen. Der Kapitalabfluss aus den Schwellenländern geht weiter auch weil die Probleme der aufstrebenden Länder immer wieder gesellschaftliche bzw. politische Missstände zeigen. In diesem Zusammenhang muss die Ukraine, Ägypten, wiederum die Türkei und Thailand genannt werden. Auch Indien und der Mittlerer Osten mit zugehörigen demografischen Problemen (Frauenbild bzw. Bevölkerungswachstum) schaffen es immer wieder negativ in die Medienberichterstattung. Allerdings und so will ich mich in meinem Musterportfolio nirvana special situations positionieren,  werden manche Schwellenländer stärker wachsen und damit sollte der Return dort auch höher sein (so fern die Bewertung stimmt!). Schwellenländer, die mir gefallen, sind Thailand (Wahl am 02.02.14), Korea, China und auch demnächst wahrscheinlich auch die Türkei. Bei Brasilien bin ich noch vorsichtig und meine Zuversicht nimmt hier ein wenig ab.

 
Der Chemiesektor ist in meinem Portfolio nirvana special situations stäker vertreten, allerdings ist dies eher zufällig. Wacker ist eine kurzfristige Spekulation. Bei Lanxess ist die Bewertung extrem günstig, so fern der Reifenmarkt zurückkommt. Vor einer Woche vermeldete das Unternehmen Preisanstiege bei einem Produkt (als Reaktion auf eine negative JPM-Studie?), am Sonntag den Abgang des amtierenden CEOs A. Heitmann. Dieser soll nun durch M. Zachert ersetzt werden. Zachert war bis 2011 bei Lanxess CFO und sein Track Record am Kapitalmarkt ist positiv (so gesehen bei Merck). Mit einem DCF-Modell kann man Kurse von 56 EUR bei der Lanxessaktie rechtfertigen.


Neben Schwellenländern und Lanxess passen in dieses Portfolio vor allem auch potenzielle Übernahmekandidaten, wie bspw. Arafura Resources (Seltene Erden) und ein anderer australischer Wert, welcher bereits angelegt ist (aber noch nicht gekauft wurde!). Gerade Explorationsunternehmen handeln aktuell auf Niveaus die fast vollständig finanzierte Projekte im ein- bzw. zweistelligen Millionenbereich bewerten – was für mich ein Zeichen für Unterbewertung sein sollte. In diese Gruppe (M&A-Ziele) gehört auch der australische Bauwert Leighton, der aus meiner Sicht von Hochtief gekauft werden müsste.

 
Im Gegensatz zu meinen anderen Portfolios ist das Chinaexposure im nirvana special situation eher gering. Daher spielt das chinesische Neujahresfest eine untergeordnete Rolle. Da ich für DAX und Co. eher positiv bin, sollten die kommenden Tage auch gut für das Zertifikat werden. Gleichwohl will ich in die Kursstärke Kasse schaffen um mehr Übernahmekandidaten in einem zweiten Schritt zu kaufen.

Wochenbericht zum 01.02.14 - wikifolio nirvana global resources

In der vergangenen Woche konnte mein Portfolio nirvana global resources rund 80 BP steigen. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem von Anglo American und den Goldminen. Der Investitionsgrad bleibt mit 96% weiterhin sehr hoch.  Im Wochenverlauf wurden zwei Transaktionen vorgenommen – dabei handelte es sich um Teilverkäufe bei Silver Wheaton und Goldcorp zum Kasse schaffen.

Ich hatte gehofft, dass das Statement des FOMC von den Aktienmärkten positiv aufgenommen werden würde, dies war nicht der Fall. Vielmehr litten die Märkte von der Währungsschwäche der Schwellenländer. Auch der schwächere chinesische PMI (von HSBC) war nicht förderlich. Gleichwohl bergen die schwachen Rohstoffwährungen Chancen für die diversified miners. Da der Rohstoff meist in USD fakturiert ist und die Arbeitskosten (ca. 20% der Gesamtkosten) in lokaler Währung gezahlt werden, wodurch BHP, Glencore und Co. positiv in der kommenden Berichtsaison abschneiden sollten. Mit der Vorlage der Produktionszahlen von Anglo American wurde das bisherige Bild bestätigt. Die Volumen – allen voran Kupfer liegen über den Markterwartungen. Gleichzeitig sind die Kupferlagerbestände in China seit Sommer stetig gesunken, was die Chance auf ein Restocking erhöht. Im Portfolio profitiere ich über BHP, Glencore und Anglo von einem steigenden Kupferpreis.
 

Aber warum soll Kupfer steigen?

Kupfer wird vor allem als Leitmittel (Kabel) und im Baubereich gebraucht. Der pro Kopf Kupferverbrauch in China ist weiterhin niedrig, was für ein strukturelles Wachstum spricht. Unterstellt man ein 4%iges Kupferwachstum in China würde das Land jedes Jahr rund 400.000 t „neues“ Kupfer brauchen, dass wiederum entspricht einer neuen großen Kupfermine pro Jahr. Vor diesem Hintergrund erwarte ich auch, dass Bougainville irgendwann entwickelt wird. Gleichwohl würde Bougainville wahrscheinlich eher eine Produktion von 200.000 t als Ziel haben. Aus meiner Sicht sind die Kupferaussichten besser als die von Eisenerz vor allem kurzfristig.        
 

Das andere Kerninvestment, was seit Jahresanfang sehr gut performt sind die Goldminen. Wie schon in meinem Portfolio nirvana golden nuggets beschrieben, freue ich mich über die Performance von Newcrest, Goldcorp und Barrick. Ich denke dass auch wenn die Saisonalität gegen Gold spricht, sollte die Chance im Goldbereich dieses Jahr sehr hoch sein. Das Risiko an den Märkten sollte von hier steigen (und damit auch wieder die Goldnachfrage): Folgende Punkte sprechen hierfür (1) Länder wie Ukraine, Thailand oder die Türkei stehen vor demokratischen Herausforderungen, (2) Argentinien, Japan (vielleicht demnächst auch Frankreich) stehen vor finanziellen und gesellschaftlichen  Problemen, (3) in vielen Weichwährungsländern sollte die Inflation zunehmen und (4) die expansive Geldpolitik in Japan und USA wird nicht ewig positiv interpretiert werden können.      
 

Vor diesem Hintergrund bin ich weiterhin positiv auf die Aussichten meines Portfolios nirvana global resources. Auch wenn mit dem aktuellen chinesischen Neujahresfest, die Frage wieder gestellt werden muss, wie wird das nächste „chinesische“ Jahr – welches Kaufverhalten werden die Chinesen zu Beginn des lunaren Jahres zeigen? Information über Trades werden von mir derzeit per Twitter unter dem Account wikifolio nirvana verschickt, gerne kann man mir folgen.