Die Woche war bedingt durch die Feiertage eher Nachrichten
arm, gleichwohl konnten viele Indizes neue Höchststände erreichen. Daher möchte
ich im nachfolgenden vor allem auf drei Rohstoffe kurz eingehen: Nickel,
Eisenerz und Kupfer.
Mitte der Woche hat die Investmentbank UBS die Schätzungen
für Nickel nach oben angepasst. Grund hierfür waren angebotsseitig:
indonesische Exportbeschränkungen und mögliche Sanktionen gegen Russland. Auf
der Nachfrageseite überraschen die Industrieländer mit steigender Nachfrage.
Rund 26% der weltweiten Nickelnachfrage kommen aus Europa und den USA. Der
Rohstoff kann bei Fortbestand der aktuellen Situation im nächsten Jahr mit ca.
5% im Defizit sein. Die Lagersituation deutet auf stärkere Nachfrage hin, so
sind einerseits Nickel besicherte warrants im stärkeren Maße aufgelöst worden
und andererseits steigen die Prämien für physische Lieferung. Ein indirekter
Effekt hieraus ist, dass auch die Edelstahlpreise steigen. Eine weitere
positive Nachricht könnte ein Stimulus Programm in China sein, was allerdings
aktuell eher unwahrscheinlich ist. Mein Zertifikat profitiert aktuell über
Norilsk Nickel von den gestiegenen Nickelpreisen. Ebenfalls haben Vale und
Glencore Nickelexposure.
Bei Eisenerz wurden neue Tiefstände erreicht.
Mittlerweile hat Eisenerz seit dem Hoch ca. 34% verloren binnen einiger Monate.
In der Historie (seit 2009) stellten 30%ige Rückgänge klare Übertreibungen und
damit Einstiegskurse dar. Aufgrund der chinesischen Stahlproduktion (ca. 50%
des Eisenerzes gehen nach China) sollte die Nachfrage Eisenerznotierungen von
125 USD je Tonne rechtfertigen. Belastend sind aktuell noch die hohen
Lagerbestände und die chinesische Eisenerzproduktion (die trotz Verluste
produziert). Da die Nachrichten weiterhin negativ sein sollten, halte ich mich
mit weiteren Engagements zurück. Allerdings bin ich über Vale, BHP und Anglo
American positioniert. Fortescue wäre eine weite Option.
Kupfer ist bereits von den Tiefständen fast 10%
gestiegen. Die Lagersituation hat sich weiter verschärft. Die eigentliche
Nachfrage sollte durch zusätzlich Nachfrage aus den Industrieländern stark
sein. Der Rohstoff wird von mir weiter positiv eingestuft. Hinzu kommt das ein
Beiprodukt der Kupferproduktion, nämlich Molybdän sehr stark an Wert gewonnen
hat (+40%). Der größte Molybdän Hersteller ist Freeport mit der Climax-Mine.
Daneben gehört Freeport zu den größten Kupferproduzenten mit der Mine Grasberg.
Die Aktie wurde mit 6% Gewicht gekauft.
Ungünstig verlief die Woche für den Goldpreis der unter die
Marke von 1.250 USD je Goldunze fiel. Dementsprechend verloren die Goldminen.
Ein Aufbau dieser Position erfolgt zu Beginn des dritten Quartals. Was in etwa
der Saisonalität entspricht. Keine Berücksichtigung im Zertifikat haben Stahl-
und Ölwerte.
Ziel wird sein über die kommenden Wochen die Wetten zu
konzentrieren – die aktuelle Anzahl von 14 Werten erscheint mir zu hoch. Informationen
über Transaktionen werden mittlerweile täglich per Twitter unter dem Account wikifolio nirvana verschickt, gerne
kann man mir folgen. Ebenfalls habe ich unter der Seite wfnirvana.blogspot.de
einen Blog eingerichtet. Das Zertifikat
nirvana global resources kann unter der ISIN: DE000LS9BHL5 bei jedem Broker
erworben werden.
